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Duisburg: Trickbetrüger in Ruhrort

Die Polizei warnt vor betrügerischen Anrufen in verschiedenen Sprachen. Betrüger sprechen die Muttersprache der Opfer an, um Geld zu erbeuten.

Foto: Depositphotos

Duisburg (ost)

Die Polizei in Duisburg warnt vor betrügerischen Telefonanrufen in verschiedenen Sprachen. Gauner und Diebe zögern nicht, ältere Menschen auch in ihrer Muttersprache anzusprechen und das Herkunftsland in eine erfundene Geschichte einzubauen, um Geld zu stehlen.

Der Anlass für diese Warnung ist ein aktueller Vorfall in Ruhrort:

Am Montagmittag (30. März, 13:10 Uhr) wurde eine russischstämmige Frau (89) von Betrügern angerufen, die behaupteten, ihre Enkeltochter sei in einen Verkehrsunfall in Osteuropa verwickelt. Nur durch eine Geldzahlung könnte die junge Frau dem Gefängnis entkommen. Die Anrufer sprachen von Anfang an russisch mit der älteren Dame und nannten den echten Namen der Enkelin. Sie reduzierten während des Gesprächs ständig die geforderte Summe – offensichtlich, um sicherzustellen, dass das Opfer tatsächlich zahlt. Die 89-Jährige sollte einem Abholer eine vierstellige Geldsumme übergeben. Kurz vor der Übergabe beendete die Frau das Telefonat auf Anraten ihrer Tochter, die sie inzwischen kontaktiert hatte.

Trickbetrüger arbeiten oft äußerst professionell. Häufig stammen solche Anrufe aus kriminellen Callcentern im Ausland. Die Täter können sich schnell an die jeweiligen Umstände anpassen und beispielsweise eine Person in der entsprechenden Sprache ins Gespräch einbinden, sobald sie einen bestimmten Dialekt beim Opfer erkennen. Oftmals greifen sie auch auf illegal beschaffte Daten zurück, die nicht nur Telefonnummern oder Adressen, sondern auch einen Migrationshintergrund preisgeben können.

Deshalb warnt die Polizei: Seien Sie vorsichtig mit Ihren Daten. Achten Sie darauf, online nicht zu viele Informationen preiszugeben oder ungenutzte Konten zu löschen. Vereinbaren Sie in der Familie ein Codewort für den Notfall und fragen Sie am Telefon danach, wenn Sie Zweifel haben. Wenn Sie den Verdacht auf ein Verbrechen haben, rufen Sie im Zweifelsfall sofort die Polizei unter der 110 an.

Quelle: Presseportal

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