Das Fachkommissariat für Rauschgiftdelikte sicherte Kokain und Bargeld. Ein Tatverdächtiger in Untersuchungshaft, fünf weitere vorläufig festgenommen.
Durchsuchungen in Datteln, Oer-Erkenschwick und Selm

Recklinghausen (ost)
Nach einer ausführlichen Untersuchung durch das Fachkommissariat für Rauschgiftdelikte des Polizeipräsidiums Recklinghausen wurden am Mittwoch (18.02.2026) insgesamt acht Standorte in Datteln, Oer-Erkenschwick und Selm durchsucht. Die Ermittlungen begannen mit einem Hinweis im letzten Jahr. Der Fall betrifft den Handel mit Drogen in großen Mengen. Kräfte aus dem PP Bochum waren ebenfalls an den Durchsuchungen beteiligt. Die entsprechenden Durchsuchungsbeschlüsse wurden vom Amtsgericht Bochum erlassen.
Die Untersuchung richtet sich gegen fünf Männer im Alter von 36 bis 53 Jahren und eine 25-jährige Frau aus den Städten Datteln, Oer-Erkenschwick und Selm. Ein 42-jähriger Mann aus Datteln wurde als Hauptverdächtiger identifiziert. Fünf der sechs Verdächtigen wurden bei den Durchsuchungen gefunden und vorübergehend festgenommen.
Bei der Durchsuchung der Wohnung des Hauptverdächtigen entdeckten die Ermittler über ein Kilogramm Kokain, einen sechsstelligen Geldbetrag sowie Beweismaterial für den Drogenhandel. Die Beweismittel wurden sichergestellt.
Der Hauptverdächtige wurde noch am selben Tag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bochum einem Haftrichter vorgeführt, der einen Haftbefehl erließ. Der Verdächtige wurde inhaftiert.
Die anderen Verdächtigen wurden nach Abschluss der Maßnahmen in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Bochum freigelassen. Bei einigen von ihnen konnten weitere Beweismittel sichergestellt werden.
Die Ermittlungen und die Auswertung der Beweismittel dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität erfasst, während im Jahr 2023 die Zahl auf 73.917 stieg. Obwohl die Anzahl der registrierten Fälle zunahm, stieg auch die Anzahl der gelösten Fälle von 63.352 im Jahr 2022 auf 65.532 im Jahr 2023. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland, verzeichnete Nordrhein-Westfalen die höchste Anzahl an Drogenfällen im Jahr 2023 mit insgesamt 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








