Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

E-Scooter flüchten vor Polizei in Dortmund-Hörde

Jugendliche flüchten auf E-Scootern vor Polizeikontrolle an der Emscherpromenade. Polizei stellt einen E-Scooter sicher.

Foto: Depositphotos

Dortmund (ost)

Fortlaufende Nummer: 0644

Am Abend des Donnerstags (6. August 2026) meldeten verschiedene Zeugen, dass sich drei verdächtig schnell fahrende E-Scooter an der Emscherpromenade im Bereich der Ruine “Viadukt” befanden. Beamte der Polizei stellten einen E-Scooter sicher.

Gegen 19:15 Uhr informierten die Zeugen die Polizei, da Jugendliche auf E-Scootern die Gehwege entlang der Emscherpromenade mit überhöhter Geschwindigkeit befuhren und Fußgänger belästigten.

Polizeikräfte bemerkten drei Fahrer von E-Scootern, die ohne Kennzeichen mit ihren Elektrokleinstfahrzeugen unterwegs waren. Bei der Verfolgungsfahrt wurde eine Geschwindigkeit von etwa 40 – 45 km/h festgestellt. Die Jugendlichen setzten ihre Fahrt trotz Anhaltesignalen und Durchsagen über Lautsprecher fort.

Dies führte zu gefährlichen Situationen mit Fußgängern und Radfahrern, jedoch wurde niemand verletzt.

An der Stelle des Viadukts setzten die drei Fahrer der E-Scooter ihre Fahrt in verschiedene Richtungen fort, sodass die Einsatzkräfte nur einer Person folgen konnten.

Ein Fußgänger bemerkte die Verfolgung des E-Scooters durch die Polizei, trat dem Fahrer in den Weg und konnte so die Fahrt stoppen. Dabei stürzte der 13-jährige aus Dortmund und erlitt leichte Verletzungen.

Ersten Erkenntnissen zufolge handelte es sich bei dem benutzten E-Scooter um den seiner Mutter. Da er nicht zugelassen war, wurde er von den Beamten sichergestellt. Die Untersuchungen zu möglichen technischen Veränderungen dauern an.

Die Einsatzkräfte übergaben den Minderjährigen an Familienmitglieder auf einer Polizeiwache.

Gegen die Erziehungsberechtigte wurde ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz eingeleitet.

Die Polizei warnt:

Getunte E-Scooter stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Durch technische Modifikationen können sie Geschwindigkeiten von 40 km/h oder mehr erreichen. Die Fahrzeuge sind jedoch konstruktiv nur für eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h ausgelegt.

Kleine Räder, kurze Bremswege und die Bauweise führen bei höheren Geschwindigkeiten zu einem deutlich erhöhten Unfall- und Verletzungsrisiko. Das Fahren eines getunten E-Scooters im öffentlichen Straßenverkehr ist nicht erlaubt.

Durch die technische Veränderung erlischt in der Regel die Betriebserlaubnis. Je nach Art des Umbaus können weitere rechtliche Konsequenzen folgen, beispielsweise wegen fehlenden Versicherungsschutzes oder der Nutzung eines nicht zugelassenen Kraftfahrzeugs.

In Deutschland dürfen E-Scooter mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20 km/h ab einem Alter von 14 Jahren im öffentlichen Straßenverkehr gefahren werden. Voraussetzung ist, dass das Fahrzeug den gesetzlichen Vorschriften entspricht und nicht technisch verändert wurde.

Sicherheit geht vor: Verwenden Sie nur zugelassene E-Scooter im Originalzustand. Auf diese Weise schützen Sie sich und andere Verkehrsteilnehmer.

Die Polizei Dortmund wird auch in Zukunft regelmäßig Kontrollen von E-Scooter-Fahrern auf dem Gelände Phoenix West und an vielen anderen Orten durchführen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

Karte für diesen Artikel

nf24