Der Verkehrsdienst der Polizei Bielefeld führte Verkehrskontrollen in Brackwede und Sennestadt durch, mit Fokus auf E-Scooter. Unfälle und Beschwerden über rücksichtsloses Verhalten nehmen zu.
E-Scooter-Kontrollen in Bielefelder Süden

Bielefeld (ost)
SI / Bielefeld / Brackwede, Sennestadt – Am Donnerstag, dem 17.09.2026, führte der Verkehrsdienst der Polizei Bielefeld Verkehrskontrollen in Brackwede und Sennestadt durch, bei denen die Polizeibeamten ein besonderes Augenmerk auf die E-Scooter richteten.
Die Beliebtheit des E-Scooters als Verkehrsmittel nimmt zu. Gleichzeitig steigen die Unfallzahlen, an denen Elektrokleinstfahrzeuge beteiligt sind, und die Beschwerden über das rücksichtslose Verhalten der meist jungen Fahrer nehmen zu.
Um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen, waren Motorradpolizisten und eine Streifenwagenbesatzung von 12:30 Uhr bis 16:00 Uhr an belebten Orten im Einsatz.
An einem Gymnasium in der Berliner Straße wurden Verstöße wie das Fahren auf Gehwegen oder der Transport einer zusätzlichen Person zum Schulschluss geahndet.
Zusätzlich wurde das Alter der Schüler überprüft, die einen E-Scooter für den Schulweg nutzten. Die Polizisten untersagten dreimal die Weiterfahrt und stellten einen E-Scooter sicher. Vier Verwarngelder wurden erhoben und zwei Ordnungswidrigkeitenanzeigen gegen die Eltern von Fahrern unter 14 Jahren erstellt. Diese erwartet ein Bußgeld von 90 Euro und ein Punkt im Fahreignungsregister. Aufgrund eines nicht versicherten E-Scooters wurde eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz erstattet.
Zusätzlich nutzten die Polizisten die Gelegenheit, um mit den jungen Verkehrsteilnehmern ins Gespräch zu kommen und über die Regeln bei einer Fahrt mit dem E-Scooter zu informieren.
An der Hauptstraße in Brackwede wurden weitere Verstöße festgestellt und dreimal Verwarngelder verhängt.
Bei den Kontrollen im Zentrum von Sennestadt und verschiedenen Parkanlagen erwischten die Polizisten zwei E-Scooter-Fahrer auf dem Gehweg. Außerdem wurde drei Personen die Weiterfahrt untersagt, darunter ein 13-jähriger Junge und eine Fahrerin, deren E-Scooter nicht versichert war.
Die wichtigsten Regeln im Überblick:
Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link der Polizei NRW: https://polizei.nrw/e-scooter
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792, was 87,36% aller Unfälle entspricht. Innerorts gab es 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, die Schwerverletzten 11.172 und die Leichtverletzten 68.000.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








