Ein 12-jähriger Kölner stürzte mit seinem E-Scooter und verletzte sich am Knie sowie erlitt einen Schulterbruch. Die Zahl der verunglückten Kinder hat sich deutlich erhöht.
E-Scooter-Unfall: 12-Jähriger verletzt

Köln (ost)
Am Dienstagabend (11. August) hatte ein 12-jähriger Kölner einen Unfall mit seinem E-Scooter auf dem Heinrich-Lob-Weg im Stadtteil Porz. Er verletzte sich am Knie und brach sich die Schulter. Gegen 19 Uhr fuhr der Junge auf einem Geh- und Radweg am Heinrich-Lob-Weg, als er über das Loch eines entfernten Sperrpfostens fuhr, die Kontrolle verlor und stürzte. Rettungskräfte brachten ihn ins Krankenhaus. Da der E-Scooter kein gültiges Versicherungskennzeichen hatte, leiteten die Polizisten ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz ein.
Der aktuelle Vorfall ist Teil eines Trends, der sich in diesem Jahr (Stand: 31. Juli) deutlich verschärft hat: Die Anzahl der verunglückten Kinder hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast verdreifacht.
Statistik zu verunglückten Kindern auf Elektrokleinstfahrzeugen:
Von Januar bis einschließlich Juli 2024 wurden in Köln und Leverkusen 13 Kinder bei E-Scooter-Unfällen verletzt. Im gleichen Zeitraum 2025 waren es 20 Kinder. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres stieg die Anzahl der verunglückten Kinder auf 58 an.
Obwohl E-Scooter ohne Führerschein gefahren werden dürfen, gelten klare Regeln: Das Mindestalter beträgt 14 Jahre. Es darf nur eine Person auf dem Zweirad stehen. Die Mitnahme einer weiteren Person ist nicht gestattet. Außerdem benötigen E-Scooter eine gültige Haftpflichtversicherung mit Kennzeichen. Das Fahren auf Gehwegen und in Fußgängerzonen ist grundsätzlich verboten, es sei denn, sie sind entsprechend freigegeben.
Insbesondere bei E-Scootern, die im Internet oft als Modelle für Kinder angeboten werden, ist es ratsam, vor dem Kauf die technischen Daten und die Zulassung genau zu prüfen. Nicht jedes Modell darf im öffentlichen Verkehr genutzt werden.
Neben den gesetzlichen Vorschriften spielt auch die Sicherheit eine wichtige Rolle: Die kleinen Räder reagieren empfindlich auf Unebenheiten, Bordsteine oder Schlaglöcher. Ein Helm ist zwar nicht obligatorisch, kann jedoch bei einem Sturz schwere Kopfverletzungen verhindern. (cb/al)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle in Nordrhein-Westfalen. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% ausmacht. Die meisten Unfälle waren Übrige Sachschadensunfälle mit 556.792 Fällen (87,36%). Von den Unfällen fanden 55.296 innerorts (8,68%) statt, 17.437 außerorts (2,74%) und 6.889 auf Autobahnen (1,08%). Insgesamt gab es 450 Tote, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








