Am Wochenende des 11. und 12. Juni kam es zu zwei Einbrüchen in Dortmund. Die Einsatzkräfte nahmen insgesamt drei Tatverdächtige fest, darunter ein 36-jähriger Dortmunder und eine 29-Jährige ohne festen Wohnsitz.
Einbrüche und Festnahmen in Dortmund

Dortmund (ost)
Fortlaufende Nummer: 0581
Am Wochenende vom 11. und 12. Juni gab es zwei Einbrüche in Dortmund. Einmal in ein Unternehmen in der Germaniastraße und einmal in einen Keller eines Mehrfamilienhauses in der Mozartstraße. In beiden Fällen wurden die Einbrecher von den Einsatzkräften festgenommen. Dabei kam es zu Widerstandshandlungen. Ein Diensthund war auch im Einsatz.
Ersten Erkenntnissen zufolge ereignete sich am Samstagnachmittag (11. Juni) gegen 15 Uhr ein Einbruch in ein Unternehmen in der Germaniastraße. Ein Sicherheitsunternehmen beobachtete, wie sich eine männliche Person gewaltsam und unberechtigt Zutritt zu der Lagerhalle verschaffte, und alarmierte die Polizei.
Die Einsatzkräfte umstellten das Gebäude. Kurz darauf kam ein 36-jähriger Dortmunder mit einer Sporttasche, gefüllt mit gestohlenen Gegenständen, aus dem Gebäude und wurde festgenommen. Dabei leistete er Widerstand, indem er sich gegen die Maßnahmen wehrte. Weiterhin versuchte er die Beamten zu treten und anzuspucken. Die Einsatzkräfte blieben unverletzt. Eine Suche nach weiteren Mittätern in der Lagerhalle durch einen Diensthund verlief negativ. Die gestohlenen Gegenstände wurden sichergestellt.
Der 36-Jährige wurde zur erkennungsdienstlichen Behandlung und zur Verhinderung weiterer Straftaten in Polizeigewahrsam genommen. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurde er am nächsten Tag aus dem Gewahrsam entlassen. Gegen den Mann leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen besonders schweren Diebstahls, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein.
Am Sonntagabend (12. Juni) ereignete sich gegen 18:40 Uhr ein Einbruch in einen Keller eines Mehrfamilienhauses in der Mozartstraße. Zeugen konnten auf einem Video von einer Überwachungskamera erkennen, wie eine Frau und ein Mann Zutritt zu dem Keller erlangten. Um die beiden Täter an der Flucht zu hindern, schlossen die Zeugen den Keller mit den Einbrechern ab. Trotzdem konnten die beiden Verdächtigen zunächst aus dem Keller fliehen.
Auf ihrer Flucht schnappte sich der 53-jährige Dortmunder ein Fahrrad, das im Innenhof abgestellt war. Im Zuge der sofort eingeleiteten Fahndung wurden er und eine 29-jährige Obdachlose wenige Augenblicke später von Einsatzkräften angetroffen und vorläufig festgenommen. Das Fahrrad wurde dem Besitzer vor Ort zurückgegeben. Im Keller fanden die Beamten einen Brecheisen und stellten es sicher.
Bei der Überprüfung des 53-Jährigen stellte sich heraus, dass ein Haftbefehl gegen ihn vorlag. Da er die Kaution zur Haftentlassung nicht aufbringen konnte, wurde er in das zentrale Polizeigewahrsam gebracht.
Da keine besonderen Haftgründe gegen die 29-Jährige vorlagen, wurde sie nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen aus dem Gewahrsam entlassen.
Ob die beiden Verdächtigen auch für weitere Einbrüche verantwortlich sind, wird nun Gegenstand der Ermittlungen sein.
Gegen den 53-Jährigen und die 29-Jährige wurde ein Strafverfahren wegen besonders schweren Diebstahls eingeleitet.
Quelle: Presseportal
Einbruchstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Einbruchsraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 23.528 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 27.061 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3.385 auf 3.616. Die Anzahl der Verdächtigen sank jedoch von 2.789 im Jahr 2022 auf 3.069 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 2.344 männlich und 455 weiblich. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1.196 im Jahr 2022 auf 1.451 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu war Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die Region mit den meisten registrierten Einbrüchen in Deutschland mit insgesamt 27.061 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 23.528 | 27.061 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.385 | 3.616 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.789 | 3.069 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.344 | 2.614 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 445 | 455 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.196 | 1.451 |
Quelle: Bundeskriminalamt








