Senioren verlieren hohe Geldsummen durch Krypto-Investment-Betrug. Polizei warnt vor lukrativen, aber betrügerischen Angeboten.
Emsdetten, Ibbenbüren: Anlagebetrug in Emsdetten und Ibbenbüren

Emsdetten, Ibbenbüren (ost)
In Emsdetten und Ibbenbüren haben zwei ältere Menschen hohe Geldbeträge in vermeintliche Kryptowährungen investiert. Beide Herren wurden durch Online-Werbeanzeigen darauf aufmerksam gemacht. Der 76-jährige Mann aus Emsdetten investierte zunächst einen kleinen dreistelligen Betrag in Euro. Einige Zeit später kontaktierte ihn ein angeblicher Mitarbeiter und behauptete, dass sein Konto bereits einen hohen fünfstelligen Betrag in Euro aufweise. Um das Geld ausgezahlt zu bekommen, musste der Mann eine Gebühr im vierstelligen Eurobereich überweisen. Nach und nach wurden weitere Forderungen gestellt, so dass der Mann insgesamt einen niedrigen fünfstelligen Betrag überwies. Als kein Geld auf sein Konto überwiesen wurde, wurde ihm klar, dass er einem Betrug zum Opfer gefallen war. In Ibbenbüren klickte ein 70-jähriger Senior auf den Link einer Werbeanzeige und nahm so Kontakt zu den Betrügern auf. Auch der Ibbenbürener investierte zunächst einen kleinen dreistelligen Betrag in Euro. Danach wurde er aufgefordert, weitere Überweisungen mit höheren Beträgen zu tätigen. Der Mann tat dies, wurde dann jedoch misstrauisch und erkannte den Betrug. Insgesamt investierte der Ibbenbürener einen niedrigen fünfstelligen Betrag in Euro. Die Polizei warnt erneut eindringlich vor der Masche des Anlagebetrugs. Immer wieder werden Menschen mit vermeintlich sehr lukrativen Angeboten angelockt. Das Vorgehen ähnelt sich oft: Zuerst sollen nur geringe Beträge investiert werden. In vielen Fällen wird den Opfern dann vorgegaukelt, dass sie bereits hohe Gewinne erzielt haben. Anschließend werden sie gedrängt, immer größere Summen zu investieren oder Geld für eine vermeintliche Gewinnauszahlung zu überweisen. Lassen Sie sich nicht von hohen Gewinnversprechen auf vermeintlichen Anlageplattformen verführen! Ist ein Angebot zu verlockend, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Betrug! Weitere wichtige Informationen und Tipps zum Thema Anlagebetrug haben wir auf unserer Website für Sie zusammengestellt: https://steinfurt.polizei.nrw/artikel/betrueger-locken-opfer-mit-falschen-online-geldanlagen
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsrate in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 ist rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 29667 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 21181 Fälle waren. Die Anzahl der aufgeklärten Fälle stieg jedoch von 7667 auf 8126. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 6623 auf 7062, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen mit 4726 höher war als die der weiblichen Verdächtigen mit 2336. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 2159 relativ konstant. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt








