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Ennepe-Ruhr-Kreis: Industriebrand in Wetter (Ruhr)

Feuerwehr bekämpft erfolgreich Brand in Produktionshalle, ABC-Einsatz wegen Chemikalien, Dekontamination der Einsatzkräfte.

Die Drohne ist im Einsatz zur Erkundung der Dachflächen
Foto: Presseportal.de

Wetter (Ruhr) (ost)

Am Feiertag Fronleichnam wurde die Feuerwehr Wetter (Ruhr) um 10:16 Uhr zu einem Brand in einem Industriebetrieb in der Straße „Ochsenkamp“ gerufen. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine Produktionshalle bereits in Flammen, und es bestand die Gefahr, dass das Feuer auf eine benachbarte Halle übergreifen könnte.

Verschiedene Trupps unter Atemschutz begannen sofort mit der Brandbekämpfung und der Errichtung einer Riegelstellung, während zwei Drehleitern den Brand von oben bekämpften. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung über die Warn-App NINA informiert, und die angrenzende Autobahn musste vorübergehend gesperrt werden.

Vier Mitarbeiter, die sich zum Zeitpunkt des Brandes in der Halle befanden, hatten nach erfolglosen Löschversuchen die Halle eigenständig verlassen. Sie wurden vom Rettungsdienst untersucht und blieben unverletzt. Während der Löscharbeiten erlitten zwei Feuerwehrleute leichte Hautreizungen; sie wurden ambulant im Krankenhaus behandelt und konnten dieses nach kurzer Zeit wieder verlassen.

Dank des Einsatzes vieler Kräfte der Feuerwehren Wetter (Ruhr), Gevelsberg, Witten und Herdecke konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die Feuerwehr Schwelm brachte einen Abrollbehälter mit Speziallöschmittel zur Einsatzstelle.

Im Laufe des Einsatzes wurde das Einsatzstichwort auf „ABC-Einsatz“ geändert, da festgestellt wurde, dass in der Halle verbrannte Chemikalien gelagert waren. Neben der fortgesetzten Brandbekämpfung und der Beseitigung von Glutnestern mussten die Einsatzkräfte dekontaminiert werden. Mehrere Einheiten aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis führten die Dekontamination durch: Dabei zogen die Einsatzkräfte ihre Schutzkleidung aus, wurden geduscht und erhielten frische Kleidung, um die Ausbreitung von Gefahrstoffen zu verhindern. Die Einsatzleitung vor Ort wurde im Rahmen eines Kreiskonzepts von einer Beraterin unterstützt.

Vertreter der unteren Wasserbehörde und der Bezirksregierung Arnsberg waren vor Ort. Nach Absprache wurde ein Entsorgungsunternehmen beauftragt, das kontaminierte Löschwasser beseitigte und teilweise Erdreich ausbaggerte.

Das Technische Hilfswerk brachte Materialien wie Sandsäcke zur Einsatzstelle und bewertete zusammen mit einem Baufachberater des Ortsvereins Wetter/Herdecke die Gebäudesicherheit. Eine Überwachungseinrichtung, installiert durch das THW Remscheid, ermöglichte eine frühzeitige Warnung der Einsatzkräfte bei möglicher Einsturzgefahr.

Die Warnung für die Bevölkerung konnte nach etwa zwei Stunden aufgehoben werden. Das betroffene Gebiet am Schmandbruch wurde mit einem Messfahrzeug überprüft, es wurden keine auffälligen Werte festgestellt.

Nach den abschließenden Aufräumarbeiten konnten die letzten Einsatzkräfte gegen 22:30 Uhr die Einsatzstelle verlassen. Gegen Mitternacht fand eine abschließende Brandnachschau statt. Der Einsatzleitwagen des Ennepe-Ruhr-Kreises unterstützte die Koordination der Maßnahmen, während die Drohneneinheit des Kreises die Lageerkundung übernahm. Ebenso war der Kreisführungsdienst vor Ort und unterstützte mit Maßnahmen.

Der Bereich um das Gebäude wurde durch das Ordnungsamt und den Stadtbetrieb abgesperrt, und die Zufahrtsstraßen zum Industriegebiet wurden von der Polizei gesichert. Anschließend wurde die Einsatzstelle zur Brandursachenermittlung an die Polizei übergeben.

Die Feuerwehr Wetter (Ruhr) bedankt sich bei den Verantwortlichen der betroffenen Firma für die ausgezeichnete Zusammenarbeit sowie bei den Anwohnern und benachbarten Betrieben, die die Einsatzkräfte während der langen Einsatzdauer kostenlos mit Getränken und kleinen Verpflegungen unterstützt haben.

Die Versorgung der Einsatzkräfte mit warmen Mahlzeiten und weiteren Getränken wurde von den Hilfsorganisationen Johanniter Unfallhilfe und Deutsches Rotes Kreuz übernommen. Ein benachbartes Unternehmen stellte seine Sporthalle zur Verfügung.

Der Bürgermeister der Stadt Wetter (Ruhr), Hans-Günter Draht, machte sich vor Ort ein Bild von der Lage und dankte den Einsatzkräften für ihren anstrengenden Einsatz.

Der Grundschutz für das Stadtgebiet wurde zunächst durch ein Löschfahrzeug der Feuerwehr Sprockhövel am Standort in der Wasserstraße sichergestellt. Im Verlauf des Einsatzes übernahm ein Fahrzeug der Feuerwehr Wetter (Ruhr) diese Aufgabe. Durch den Grundschutz wurden noch drei Einsätze im Stadtgebiet abgearbeitet.

Das beigefügte Bildmaterial wird zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der zugehörigen Pressemitteilung und unter der Nennung „Feuerwehr Wetter (Ruhr)“ gerne unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Quelle: Presseportal

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