Ein Autofahrer flüchtete vor einer Polizeikontrolle und verursachte einen Unfall. Der 44-Jährige wurde leicht verletzt und besitzt keinen Führerschein.
Eringerfeld: Riskante Flucht vor Kontrolle endet in Unfall

Geseke (ost)
Am Dienstagabend (31. März) floh ein 44-jähriger Autofahrer in Geseke vor einer Polizeikontrolle. Seine Flucht endete in einem Unfall.
Ein Streifenwagen bemerkte gegen 18:40 Uhr zweimal innerhalb weniger Minuten einen Ford Focus, dessen Fahrer nicht angeschnallt war. Als sie das Fahrzeug im Bereich des Kreisverkehrs Südring / Bürener Straße / Othmarstraße erneut sahen, entschieden die Beamten, es anzuhalten, um eine Kontrolle durchzuführen und den Verstoß gegen die Gurtpflicht zu ahnden.
In der Straße „Am Hohen Kreuz“ holte der Streifenwagen den Ford ein und die Beamten gaben dem Fahrer Anhaltezeichen. Doch anstatt stehen zu bleiben, beschleunigte er sein Auto und versuchte der Kontrolle zu entkommen. Die Flucht führte mit teils sehr hoher Geschwindigkeit und riskanter Fahrweise zum Zementwerk am Schneidweg und dann weiter nach Süden. Auf dem schmalen Wirtschaftsweg kam der Ford zweimal von der Straße ab.
Der Fahrer fuhr weiter in Richtung Eringerfeld. Da er hinter einem Transporter fahren musste, holte der Streifenwagen wieder auf. Nachdem er den Transporter mit großem Risiko überholt hatte, bog der Flüchtige in Eringerfeld auf die Rüthener Straße in Richtung Störmede ab und beschleunigte sein Fahrzeug so stark, dass die Polizei vorerst nicht mithalten konnte. An der Kreuzung mit der B1 ignorierte der Fahrer eine rote Ampel und bog auf die Bundesstraße in Richtung Geseke ab. Da sich die Fluchtroute nun in die Stadt verlagerte, brachen die Beamten die Verfolgung ab, um keine Unbeteiligten zu gefährden.
Kurz darauf gingen mehrere Notrufe bei der Polizei ein, die von einem Unfall auf der Lange Straße in Störmede berichteten, bei dem sich ein Auto überschlagen hatte. Vor Ort stellten die Beamten fest, dass es sich um den flüchtigen Ford Focus handelte. Der Fahrer war zuvor mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Langeneicke unterwegs gewesen und hatte in einer langen Linkskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, das daraufhin gegen eine Mauer prallte, sich überschlug und auf dem Dach liegen blieb. Der 44-Jährige erlitt dabei leichte Verletzungen.
Es stellte sich heraus, dass der Geseker keinen Führerschein besaß. Er konnte nur eine offensichtlich gefälschte Fahrerlaubnis vorzeigen. Zudem bestand der Verdacht, dass der Mann unter dem Einfluss von Drogen stand. Daher wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Die Polizei stellte den vermutlich gefälschten Führerschein sowie Betäubungsmittel, ein Messer und einen Teleskopschlagstock sicher, die beim Fahrer oder im Fahrzeug gefunden wurden. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63.352 im Jahr 2022 auf 65.532 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 56.367 im Jahr 2022 und 57.879 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 49.610 Männer und 6.757 Frauen im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 51.099 Männer und 6.780 Frauen waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16.655 im Jahr 2022 auf 18.722 im Jahr 2023. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen im Jahr 2023 – 73.917 – liegt Nordrhein-Westfalen nahe an der Spitze der Statistik.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 aus, was 2,13% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792, was 87,36% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








