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Erkrath: Autofahrer auf drei Reifen unter Drogeneinfluss festgenommen

Ein 24-jähriger Fahrzeugführer wurde auf der A 57 in halsbrecherischer Fahrweise festgenommen. Er stand unter dem Einfluss von Alkohol und Betäubungsmitteln und war ohne Fahrerlaubnis unterwegs.

Foto: Depositphotos

Düsseldorf (ost)

Am Sonntag, den 14. Dezember 2025, um 13:20 Uhr

Einige Autofahrer meldeten am frühen Sonntagnachmittag einen Wagen, der auf drei Reifen anstelle von vier Reifen über die A 57 fuhr und dabei eine gefährliche Fahrweise zeigte. Bei der späteren Überprüfung stellte das eingreifende Einsatzteam fest, dass gegen den Fahrer des Fahrzeugs ein Verdacht auf Vergehen nach dem Strafgesetzbuch besteht.

Verschiedene Zeugen alarmierten die Polizei in Düsseldorf über einen VW Polo, der auf der A 57 in Richtung Nimwegen unterwegs war und offensichtlich nur auf drei Reifen fuhr. Laut den Zeugen erreichte der Fahrer dabei Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h und überholte teilweise grob verkehrswidrig und rücksichtslos, wobei Funken sprühten, über den Seitenstreifen hinweg.

Der Fahrer lenkte schließlich den Wagen auf den Parkplatz Stinderhof an der A 3 in Richtung Arnheim und verließ nach dem Abstellen des Fahrzeugs die Örtlichkeit zu Fuß. Ein Zeuge konnte den Verdächtigen kurzzeitig festhalten. Die Einsatzkräfte der Autobahnpolizei Düsseldorf gelang es daraufhin, den Fahrer in unmittelbarer Nähe des „Dreireifen“-Autos vorübergehend festzunehmen.

Der Polo wies offensichtliche frische Unfallspuren im vorderen Bereich auf. Der Verlust des Vorderreifens war offensichtlich auf eine vorangegangene Unfallflucht zurückzuführen. Während der Überprüfung erhärtete sich der Verdacht, dass der 24-jährige Fahrer unter dem Einfluss von Alkohol und Betäubungsmitteln stand. Zusätzlich stellte sich heraus, dass das Auto kurz zuvor gestohlen worden war. Die angebrachten Kennzeichen waren nicht für dieses Fahrzeug zugelassen. Zudem fanden die Einsatzteams einen Schlagstock und eine Packung verschreibungspflichtiger Medikamente bei dem 24-Jährigen.

Als ob das nicht genug wäre; Der 24-Jährige besaß auch keine Fahrerlaubnis und führte zudem Ausweisdokumente und eine Bankkarte mit sich, die nicht auf ihn ausgestellt waren. Er konnte keine weiteren Ausweisdokumente vorzeigen und hatte keinen festen Wohnsitz. Zuletzt wurde im Wagen noch eine Schreckschusswaffe gefunden, die dem 25-jährigen Beifahrer zugeordnet werden konnte. Laut ersten Aussagen der beiden Insassen war das Herausziehen des Zündschlüssels durch eine unbekannte und flüchtige Beifahrerin ursächlich für den Unfall. Diese stieg in der Nähe des Unfallortes aus dem Wagen aus und der 24-Jährige sowie sein Beifahrer setzten die Fahrt trotz des Unfalls fort. Die Ermittlungen zum genauen Unfallort verliefen bislang ergebnislos. Der 24-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder freigelassen. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle entspricht. Von den Unfällen ereigneten sich 55.296 innerorts (8,68%), 17.437 außerorts (ohne Autobahnen) (2,74%) und 6.889 auf Autobahnen (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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