Kräfte der Hildener Polizei haben zwei Männer nach einer Verfolgungsfahrt festgenommen. Bei anschließenden Durchsuchungen wurden Hehlerware, Bargeld und Drogen sichergestellt.
Erkrath: Verfolgungsfahrt führt zu zwei Wohnungsdurchsuchungen

Hilden / Erkrath / Düsseldorf (ost)
Beamte der Polizei in Hilden haben am Dienstag (14. Juli 2026) nach einer Verfolgungsjagd vorübergehend zwei Männer festgenommen. Im Rahmen weiterer Untersuchungen fanden die Einsatzkräfte bei nachfolgenden Hausdurchsuchungen mutmaßliches Diebesgut, Bargeld und Drogen.
Die folgenden Ereignisse hatten sich zugetragen:
Um 17:15 Uhr fuhr eine Streife der Polizeiwache Hilden die Hochdahler Straße in Richtung Hilden entlang. Als die Streife an der Kreuzung Hochdahler Straße / Hagdornstraße an einer roten Ampel anhalten musste, wurde sie von einem weißen VW Golf mit stark überhöhter Geschwindigkeit auf der Linksabbiegerspur überholt. Kurz vor der Ampel wechselte der Golf wieder auf die Geradeausspur, bevor er seine Fahrt fortsetzte.
Die Polizisten verfolgten den Golf, der von zwei Personen besetzt war, und gaben dem Fahrer entsprechende Anhaltesignale, auf die er jedoch nicht reagierte. Stattdessen flüchtete der Fahrer mit erheblich überhöhter Geschwindigkeit durch das Stadtgebiet von Hilden, fuhr unter anderem entgegen der Fahrtrichtung und über eine rote Ampel, bevor er schließlich auf der A46 in Richtung Wuppertal floh. Dabei fuhr er mit einer geschätzten Geschwindigkeit von 180 bis 200 Stundenkilometern, bevor er die Autobahn an der Anschlussstelle Haan-Ost verließ und erneut über eine rote Ampel fuhr. Anschließend fuhr er wieder auf die A46 in Richtung Düsseldorf.
Die Einsatzkräfte folgten dem Golf weiter, bis er an der Anschlussstelle Düsseldorf-Zentrum / Universität die Autobahn verließ und versuchte, im Stadtverkehr der Polizei zu entkommen. Letztendlich gelang es den Beamten jedoch, den Fahrer auf der Straße „Erwin-Heerich-Tor“ zu stoppen und anzuhalten.
Die Beamten sprachen den Fahrer und seinen Beifahrer mit vorgehaltener Dienstwaffe aus dem Auto an. Der Fahrer war ein 27-jähriger Deutsch-Libanese aus Erkrath, der Beifahrer ein 19-jähriger Deutscher – ebenfalls aus Erkrath. Beide wurden vorübergehend festgenommen.
Im Auto fanden die Polizisten eine geringe Menge Cannabis, mehrere Smartphones, Bargeld im Wert von fast 6.000 Euro und zwei Säcke mit verschiedenen nicht zugelassenen Arzneimitteln (Potenzmittel). Aufgrund der gefundenen Potenzmittel und der recht hohen Bargeldsumme im Auto ergab sich der Verdacht des illegalen Arzneimittelhandels, weshalb die zuständige Staatsanwaltschaft die Durchsuchung der Wohnungen der beiden Verdächtigen in Erkrath anordnete.
Während in der Wohnung des 19-jährigen Beifahrers nur geringe Mengen Cannabis gefunden wurden, erwies sich die Durchsuchung der Wohnung des Fahrers als echter „Volltreffer“:
Die Beamten stellten nicht nur über 40.000 Euro Bargeld sicher, sondern auch fast 600 illegale Vapes, über 150 gefälschte Airpods, mehr als 110 Behälter mit Snus und verschiedene Tabletten. Auch der Führerschein des Deutsch-Libanesen konnte in der Wohnung gefunden und sichergestellt werden.
Gegen den 27-Jährigen wurden mehrere Verfahren eingeleitet. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurden er und sein Beifahrer auf Anordnung der Staatsanwaltschaft freigelassen. Die Ermittlungen gegen das Duo dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63.352 im Jahr 2022 auf 65.532 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen lag 2022 bei 56.367 und stieg 2023 auf 57.879. Davon waren 2022 49.610 männliche Verdächtige und 6.757 weibliche Verdächtige, während es 2023 51.099 männliche und 6.780 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16.655 im Jahr 2022 auf 18.722 im Jahr 2023. Im Vergleich zu der Region mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023 – 73.917 Fälle – liegt Nordrhein-Westfalen damit auf einem ähnlichen Niveau.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle in Nordrhein-Westfalen. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle ausmacht. In der Ortslage innerorts gab es 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, Schwerverletzte 11.172 und Leichtverletzte 68.000.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








