Die Polizei Hamm warnt vor Betrugsfällen und gibt wichtige Tipps für sicheren Autokauf.
Erlangen: Vorsicht beim Gebrauchtwagenkauf von Privatpersonen

Hamm (ost)
Die Polizei Hamm warnt vor den Gefahren beim Kauf von Gebrauchtwagen von Privatpersonen. Ein laufendes Ermittlungsverfahren verdeutlicht die Wichtigkeit, beim Erwerb eines Fahrzeugs besonders aufmerksam zu sein.
Am Montag, dem 2. März, erwarb ein 54-jähriger Mann aus Hamm über eine Autoverkaufsplattform einen VW Golf von einer Privatperson. Er bemerkte erst nach dem Kauf, dass der Verkäufer heimlich den Fahrzeugschein wieder eingesteckt hatte. Daraufhin suchte der Käufer Rat bei der Polizeiwache in Bockum-Hövel.
Bei der Untersuchung stellten die Beamten fest, dass der Kaufvertrag mit gefälschten Personalien erstellt worden war, die von einem kürzlich begangenen Wohnungseinbruch stammten. Der Fahrzeugbrief, der dem Kauf beilag, war ebenfalls zur Fahndung ausgeschrieben. Außerdem waren falsche Kennzeichen an dem Fahrzeug angebracht, das für einen hohen Geldbetrag verkauft wurde. Diese Kennzeichen waren nicht zulässig und gehörten nicht zum Fahrzeug. Der Pkw selbst war zuvor von einer Autovermietung gestohlen worden. Die Polizei beschlagnahmte sowohl das Auto als auch den Fahrzeugbrief.
Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Polizei Hamm dringend, beim Kauf von Fahrzeugen von Privatpersonen vorsichtig zu sein. Käufer sollten vor dem Erwerb immer alle relevanten Originaldokumente vorlegen lassen, darunter insbesondere den Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) und den Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil II). Es ist entscheidend, dass die Angaben in den Dokumenten, insbesondere die Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN), mit dem Fahrzeug übereinstimmen.
Zusätzlich sollten auch die Personalausweisdokumente des Verkäufers sorgfältig überprüft werden. Manchmal werden Fahrzeugpapiere manipuliert oder gefälscht, um eine legale Herkunft vorzutäuschen. Täter gelangen in manchen Fällen durch Einbrüche in Zulassungsstellen an originale Blankodokumente, die dann mit Daten gestohlener Fahrzeuge ausgefüllt werden. Selbst wenn die Fahrgestellnummern übereinstimmen, ist ein Betrug nicht immer offensichtlich. Oft wird der Diebstahl erst bei der Ummeldung des Fahrzeugs bei der Zulassungsstelle entdeckt.
Um sicher zu gehen, sollten sie sich im Vorfeld persönlich bei der Polizei vorstellen. So kann die Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) überprüft und eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausgestellt werden.
Weitere präventive Hinweise und Informationen zum sicheren Autokauf sind auf der Website der Polizei unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/sicherer-autokauf/betrug-beim-autokauf zu finden. (bf)
Quelle: Presseportal
Einbruchstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Einbruchsraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 23.528 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 27.061 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3.385 auf 3.616. Die Anzahl der Verdächtigen sank leicht von 2.789 auf 3.069. Unter den Verdächtigen waren 2.344 Männer und 445 Frauen im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 2.614 Männer und 455 Frauen waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1.196 im Jahr 2022 auf 1.451 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen die meisten registrierten Einbruchsfälle in Deutschland im Jahr 2023 mit 27.061 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 23.528 | 27.061 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.385 | 3.616 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.789 | 3.069 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.344 | 2.614 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 445 | 455 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.196 | 1.451 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle in Nordrhein-Westfalen. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden beliefen sich auf 13.559, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel machten 3.764 Fälle aus, was 0,59% aller Unfälle sind. Die restlichen Sachschadensunfälle betrugen 556.792, was 87,36% der Gesamtzahl ausmacht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 (1,08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, Schwerverletzte 11.172 und Leichtverletzte 68.000.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








