Zwei Männer brachen in Wohnungen ein, verletzten Bewohner lebensgefährlich. Tatverdächtige festgenommen, Mordkommission ermittelt.
Essen: 46-Jähriger bei Angriff lebensgefährlich verletzt

Essen (ost)
45143 E.-Altendorf: Am Dienstagmorgen (1. September) brachen zwei Männer in zwei Wohnungen eines Mehrfamilienhauses in der Niederfeldstraße ein, verursachten Unruhe in den Wohnungen und griffen einen Bewohner physisch an. Der 46-jährige Essener wurde lebensbedrohlich verletzt. Er wurde mit einem Krankenwagen in ein Krankenhaus gebracht. Derzeit besteht keine Lebensgefahr mehr. Nach dem körperlichen Angriff stahlen die Angreifer Bargeld und ein Handy und flüchteten dann zu Fuß in unbekannte Richtung. Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich Hinweise auf zwei Verdächtige. Polizeikräfte konnten in der Nähe einen 38-jährigen (deutschen) sowie einen 36-jährigen Essener (ebenfalls deutschen) an seinem Wohnort festnehmen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Essen erließ das Amtsgericht Essen Untersuchungshaftbefehle wegen versuchten Mordes gegen die beiden Verdächtigen. Beide Beschlüsse wurden gestern (2. September) vollstreckt. Die Männer befinden sich nun in Untersuchungshaft.
Die Staatsanwaltschaft Essen und eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Essen haben die Ermittlungen zu den Hintergründen und dem genauen Ablauf der Tat aufgenommen. /RB
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 auf 671, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Besonders auffällig ist die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen, die von 206 im Jahr 2022 auf 310 im Jahr 2023 stieg. Im Vergleich dazu hatte die Region mit den meisten Mordfällen in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 470 Fälle, was zeigt, dass Nordrhein-Westfalen trotz des Anstiegs immer noch nicht die höchste Mordrate im Land aufweist.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








