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Essen: Drogenfund nach Verkehrskontrolle

Polizisten entdeckten Kokain und Bargeld in Tasche des Beifahrers nach Verkehrskontrolle in Dortmund-Scharnhorst. Beide Personen vorläufig festgenommen.

Foto: Depositphotos

Dortmund (ost)

Fortlaufende Nummer: 0386

In der Nacht vom Donnerstag auf Freitag (15. Mai 2026) entschieden sich Polizeibeamte für eine allgemeine Verkehrskontrolle eines Autos mit Schmalkaldener Städtekennung. Das Fahrzeug wurde am Bahnhof in Dortmund-Scharnhorst gestoppt und überprüft. Bei der Kontrolle ergab sich der Verdacht des illegalen Handels mit Kokain gegen beide Personen.

Nach ersten Informationen fuhr das Auto gegen 00:35 Uhr die Flughafenstraße in Richtung Scharnhorst entlang. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich zwei männliche Personen, 30 und 18 Jahre alt, im Fahrzeug. Der 30-jährige Fahrer aus Artern wurde gebeten, zur Überprüfung seiner Fahrtüchtigkeit auszusteigen. Auch der 18-jährige Beifahrer aus Essen stieg aus. Die Einsatzkräfte stellten einen starken Geruch von Cannabis fest. Bei einer oberflächlichen Durchsuchung der Personen wurde eine geringe Menge Cannabis gefunden.

Daraufhin ergab ein freiwilliger Urintest beim Fahrer ein negatives Ergebnis. Da vorerst keine Maßnahmen gegen den Beifahrer ergriffen werden mussten, durfte er wieder ins Fahrzeug steigen. Beim Einsteigen bemerkten die Beamten eine kleine schwarze Umhängetasche an einem Baum neben dem Auto. Diese war vor der Kontrolle nicht auf dem Grünstreifen dort platziert. Es wird vermutet, dass der Essener die Tasche dort abgelegt hat, als er zum ersten Mal aus dem Auto ausgestiegen ist.

In der Tasche wurden Betäubungsmittel sowie eine vierstellige Summe an Bargeld in typischer Aufteilung für Dealer gefunden. Außerdem befanden sich in der Jackentasche des Beifahrers offensichtlich weitere Einheiten von Kokainbubbles, ein Handy, etwas Bargeld, Zubereitungsmaterial und das zuvor gefundene Cannabis.

Beim Fahrer wurden unter anderem ein Handy sowie das zuvor gefundene Cannabis entdeckt. Die Beamten nahmen beide vorläufig fest und brachten sie für weitere Maßnahmen zur Polizeiwache Körne. Die Voraussetzungen für eine Untersuchungshaft lagen nicht vor. Die gefundenen Drogen, Handys und das Bargeld wurden sichergestellt.

Beide Personen erwarten eine Anzeige wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Kokain.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen betrug im Jahr 2022 56367, wovon 49610 männlich und 6757 weiblich waren. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der Verdächtigen auf 57879, wovon 51099 männlich und 6780 weiblich waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 16655 auf 18722. Nordrhein-Westfalen hatte im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit insgesamt 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

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