Die Bundespolizei vollstreckte Haftbefehle bei Grenzkontrollen am Wochenende, darunter Diebstahl und Drogenverstoß. Verurteilte zahlten Geldstrafen und entgingen Haftstrafen.
Essen: Haftbefehle vollstreckt am Wochenende

Kleve – Kempen – Niederkrüchten – Nettetal (ost)
Letztes Wochenende konnte die Bundespolizei im Zuge der vorübergehend wiedereingeführten Grenzkontrollen Haftbefehle durchsetzen.
Auf der Autobahn 52 überprüfte die Bundespolizei am Freitagmorgen, dem 1. Mai 2026, Reisende in einem grenzüberschreitenden Reisebus auf der Fahrt von Amsterdam nach Essen bei der Einreise aus den Niederlanden. Dabei wurden auch die Daten eines 35-jährigen Georgiers überprüft. Es stellte sich heraus, dass der Reisende aufgrund eines Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Berlin wegen Diebstahls gesucht wird. Der Verurteilte zahlte die fällige Geldstrafe von 450 Euro bei der Bundespolizei und konnte somit die drohende 30-tägige Haftstrafe vermeiden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte der Mann seine Reise fortsetzen.
Am Samstagmittag, dem 2. Mai 2026, kontrollierte die Bundespolizei einen 35-jährigen Schweizer als Beifahrer eines in der Schweiz zugelassenen PKW auf der Autobahn 57 an der Anschlussstelle Kleve. Die Überprüfung der Datenbanken ergab, dass der Reisende aufgrund eines Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Freiburg wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gesucht wird. Zudem hatte er 7,6 Gramm Amphetamin und 2,15 Gramm Crystal Meth dabei. Der Verurteilte zahlte die fällige Geldstrafe von 2000 Euro bei der Bundespolizei und konnte so die zehntägige Haftstrafe umgehen. Danach durfte er seine Reise fortsetzen.
Als Fahrgast im Schienenersatzverkehr des Regionalexpress 13 reiste am Samstagabend ein 45-jähriger Deutscher aus den Niederlanden nach Deutschland. Bei der Kontrolle am Grenzübergang Alt Schwanenhaus stellte die Bundespolizei fest, dass die Staatsanwaltschaft Hamburg ihn wegen Körperverletzung sucht. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten geringe Mengen Marihuana und Haschisch. Der Gesuchte wurde vor Ort festgenommen und zur weiteren Bearbeitung zum Bundespolizeirevier Kempen gebracht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann ins Gefängnis nach Willich gebracht, wo er nun eine Haftstrafe von sechs Monaten und zwei Wochen absitzen muss.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wovon 63.352 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 56.367 Verdächtige, darunter 49.610 Männer, 6.757 Frauen und 16.655 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stiegen die Zahlen weiter an, mit insgesamt 73.917 registrierten Fällen, von denen 65.532 gelöst wurden. Es gab 57.879 Verdächtige, darunter 51.099 Männer, 6.780 Frauen und 18.722 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von aufgezeichneten Drogenfällen mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








