Ein Mann wurde beim Rauchen von Cannabis erwischt, woraufhin die Bundespolizei verbotene Substanzen und Pyrotechnik entdeckte.
Essen Hauptbahnhof: Drogenkonsum am Bahnsteig führt zu Fund von Waffen und Böllern

Essen (ost)
Am 21. März hat ein Mann am Essener Hauptbahnhof in Anwesenheit seines sechsjährigen Sohnes vermutlich Cannabis konsumiert. Bei der folgenden Kontrolle haben die Einsatzkräfte der Bundespolizei eine große Menge der Substanz sowie verbotene Gegenstände und Pyrotechnik entdeckt.
Um 11:30 Uhr haben Reisende eine Streife der Bundespolizei über einen Mann auf dem Bahnsteig 1-2 informiert, der dort scheinbar Cannabis geraucht hat. Die Beamten haben einen 33-jährigen deutschen Staatsbürger angetroffen, der in Begleitung seines Sohnes war. Bei der Identitätsfeststellung und Durchsuchung seines mitgeführten Rucksacks haben die Uniformierten eine große Menge Cannabis (über 30 Gramm) sowie mehrere Feuerwerkskörper gefunden. Der Essener konnte keinen Nachweis erbringen, der ihn zum Besitz dieser Art von Sprengstoff legitimiert hätte. Zur weiteren Klärung des Sachverhalts haben die Einsatzkräfte ihn zur Dienststelle gebracht.
Bei der dort durchgeführten Durchsuchung haben die Beamten außerdem einen Elektroschocker, der als E-Zigarette getarnt war, sowie eine selbstgebaute Hiebwaffe entdeckt. Die Gegenstände wurden sofort beschlagnahmt. Nach der Belehrung hat er sich nicht zum Sachverhalt geäußert.
Nachdem die erziehungsberechtigte Mutter kontaktiert wurde, ist sie im Bundespolizeirevier Essen erschienen, wo das Kind wohlbehalten übergeben wurde. Der 33-Jährige wurde nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen von der Dienststelle entlassen.
Die Bundespolizisten haben ein Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Konsumcannabisgesetz, das Sprengstoffgesetz sowie das Waffengesetz eingeleitet. Zu weiteren Maßnahmen können derzeit seitens der Bundespolizei keine Angaben gemacht werden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 73.917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63.352 auf 65.532. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 56.367 auf 57.879, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 49.610 auf 51.099 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 6.757 auf 6.780 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16.655 auf 18.722. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland, hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten registrierten Drogenfälle mit insgesamt 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








