Ein mutmaßlicher Drogenhändler wurde nach kurzer Flucht festgenommen. Umfangreiche Betäubungsmittel, Bargeld und ein Messer wurden sichergestellt.
Essen: Mutmaßlicher Drogenhändler festgenommen

Essen (ost)
45127 E.-Stadtkern: Am Donnerstagnachmittag (9. Juli) haben Einsatzkräfte der Präsenz- und Kontrolleinheit (PKE) einen vermeintlichen Drogenverkäufer nach einer kurzen Flucht in der Friedrich-Ebert-Straße vorläufig festgenommen. Die Polizisten haben unter anderem mehrere hundert Gramm vermutliche Betäubungsmittel, Bargeld und ein Messer sicher gestellt.
Um 16:30 Uhr haben verdeckte Einsatzkräfte in der Friedrich-Ebert-Straße einen Mann beobachtet, der anscheinend mehrere Drogenverkäufe getätigt hat. Als die uniformierten Beamten der Präsenz- und Kontrolleinheit den Mann kontrollieren wollten, hat er eine weiße Plastiktüte fallen gelassen und ist plötzlich zu Fuß in Richtung Limbecker Straße geflüchtet.
Nach einer kurzen Verfolgung haben die Beamten den Mann eingeholt und dann festgenommen.
Bei der folgenden Durchsuchung haben die Einsatzkräfte im mitgeführten Rucksack sowie in der zurückgelassenen Plastiktüte unter anderem etwa 139 Gramm vermeintliches Kokain (netto), ungefähr 470 Gramm Cannabis, ca. 102 Gramm vermeintliche Ecstasy-Tabletten (netto) sowie 42 Tabletten Sildenafil gefunden. Außerdem haben die Beamten knapp 2.900 Euro Bargeld, mehrere Handys und ein Messer sicher gestellt.
Die gefundenen Betäubungsmittel, das Bargeld, die Handys und das Messer wurden beschlagnahmt.
Der Verdächtige wurde als 40-jähriger Algerier ohne festen Wohnsitz in Deutschland identifiziert und vorläufig festgenommen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Essen hat das Amtsgericht einen Haftbefehl gegen den 40-Jährigen erlassen. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts des Drogenhandels ermittelt. /RB
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 56367 auf 57879, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 49610 auf 51099 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 6757 auf 6780. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 auf 18722. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten registrierten Drogenfälle mit insgesamt 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








