Unbekannte Gruppe greift Männer in Essen an, Polizei sucht Zeugen für die Vorfälle in der Nacht.
Essen: Trio attackiert Männer in der Innenstadt

Essen (ost)
45127 E-Stadtkern: In der Nacht vom 9. auf den 10. März wurden drei Männer unabhängig voneinander von einer bisher unbekannten Gruppe in der Essener Innenstadt angegriffen. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise.
Um 23:30 Uhr (9. März) war ein 31-jähriger Essener auf der Kettwiger Straße in Richtung Hauptbahnhof unterwegs, als er von drei Jugendlichen aufgefordert wurde, sein Geld herauszugeben. Einer der Verdächtigen bedrohte ihn mit einem Messer. Das Trio versuchte dann auf ihn einzuschlagen, rannte jedoch weg, als sie möglicherweise einen Streifenwagen der Polizei kommen sahen. Der 31-Jährige beschreibt die Jugendlichen wie folgt:
Der erste Verdächtige wird vermutlich afrikanischem Phänotyp zugeordnet. Er ist etwa 14 Jahre alt und ca. 1,60-1,65 m groß. Er trug eine braune Jacke, hatte eine sehr helle Stimme und führte ein Klappmesser mit sich. Der zweite Jugendliche hatte ebenfalls dunkle Haut und stammte aus Afrika. Der 31-Jährige schätzte sein Alter auf etwa 20 Jahre. Er war etwa 1,95-2,00 m groß und trug eine Mütze, die einer Sturmhaube ähnelte. Über den dritten Verdächtigen ist nur bekannt, dass er ebenfalls dunkle Haut hatte und vermutlich afrikanischer Herkunft war wie die anderen beiden.
Schon zehn Minuten vor dem versuchten Raubüberfall auf den 31-Jährigen wurde ein 55-jähriger Essener am selben Ort angegriffen. Auch er war auf der Kettwiger Straße in Richtung Hauptbahnhof unterwegs, als er von einem Jugendlichen auf einer Bank beleidigt wurde. Dann kamen zwei weitere Jugendliche hinzu. Sie hielten den 55-Jährigen fest und traten ihm in die Kniekehle. Danach flüchteten sie. Der Essener gab an, dass es sich um dunkel gekleidete Personen handelte, vermutlich afrikanischer Herkunft.
Der dritte Vorfall ereignete sich um Mitternacht (10. März) auf dem Willy-Brandt-Platz. Ein 36-jähriger Mann aus Mülheim bemerkte eine Schlägerei auf dem Bahnhofsvorplatz und griff ein. Eine Gruppe flüchtete, aber ein Trio blieb und griff den Mülheimer an. Einer der Männer zeigte ein Messer. Dann flüchteten alle drei in Richtung Hauptbahnhof. Der 36-Jährige beschrieb den Mann mit dem Messer als etwa 1,65-1,70 m groß, jugendliches Alter, krauses und kurzes, schwarzes Haar, nordafrikanischer Phänotyp.
Die Polizei schließt nicht aus, dass es sich bei den Taten um die gleichen Jugendlichen handelt. Zeugen werden gebeten, sich telefonisch unter 0201/829-0 oder per E-Mail an hinweise.essen@polizei.nrw.de zu melden. /aro
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 auf 671, wobei der Großteil männliche Verdächtige waren. Im Jahr 2023 gab es 596 männliche Verdächtige, im Vergleich zu 458 im Jahr 2022. Die Anzahl der weiblichen Verdächtigen stieg ebenfalls von 60 auf 75. Besonders auffällig ist die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen, die von 206 im Jahr 2022 auf 310 im Jahr 2023 anstieg. Trotz des Anstiegs in Nordrhein-Westfalen bleibt die Region mit den meisten gemeldeten Mordfällen in Deutschland im Jahr 2023 bei 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








