Ein großer Einsatz mit über 1000 Kontrollen und 79 Strafanzeigen zur Bekämpfung von Verkehrsdelikten und Kriminalität in der Euregio Maas-Rhein.
Eupen: Grenzregion Kontrollmaßnahmen

Aachen, Düren, Euskirchen, Heinsberg (ost)
Am gestrigen Tag (8. Juni) fand zwischen 10 und 19 Uhr eine umfangreiche Kontrolle in der StädteRegion Aachen, im Kreis Heinsberg, im Kreis Euskirchen und im Kreis Düren statt. Insgesamt waren 400 Einsatzkräfte aus 23 Behörden beteiligt. Neben dem Polizeipräsidium Aachen, dem Polizeipräsidium Köln und den entsprechenden Kreispolizeibehörden waren auch das Hauptzollamt Aachen und die Bundespolizei beteiligt. Auf niederländischer Seite waren Beamte der Politie Limburg und der Koninklijke Marechaussee im Einsatz. In Belgien wurden die Kontrollen von Polizeikräften der Polizeizonen Weser-Göhl und Eifel sowie der Bundespolizei Eupen durchgeführt. Die Autobahnpolizei Lüttich und das Zollamt Eupen unterstützten diese Kräfte.
Das Ziel der grenzüberschreitenden Polizeikontrollen bestand darin, Alkohol- und Drogendelikte im Straßenverkehr zu bekämpfen sowie die Kriminalitätsbekämpfung mit Schwerpunkten wie Wohnungseinbruch, Drogendelikte und illegale Einreise oder Schleusung zu intensivieren. Ein Schwerpunkt lag auf der Kontrolle des Güterverkehrs. Die euregionale Zusammenarbeit zielt darauf ab, das Sicherheitsgefühl der Menschen in der Euregio Maas-Rhein durch koordinierte polizeiliche Maßnahmen zu stärken. Die Kontrollaktion stand nicht im Zusammenhang mit den derzeitigen obligatorischen Grenzkontrollen der Bundespolizei, obwohl es bei den Einsatzzielen Überschneidungen gab.
Insgesamt wurden 1193 Fahrzeuge und 1794 Personen kontrolliert. In 79 Fällen wurden Strafanzeigen erstattet, darunter 22 wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und sechs nach ausländerrechtlichen Verstößen. Acht Personen wurden festgenommen. 25 Fahrer waren unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen unterwegs – 23 Blutproben wurden angeordnet. Zwölf Personen hatten keine gültige Fahrerlaubnis. Insgesamt wurden 435 Ordnungswidrigkeiten zur Anzeige gebracht, insbesondere wegen Verkehrsverstößen.
Im Kreis Heinsberg wurde eine Person kontrolliert, die einen aktuellen Haftbefehl hatte. Nach Zahlung der erforderlichen Summe konnte die Festnahme vermieden werden. Eine weitere Person wurde aufgrund eines europäischen Haftbefehls gesucht und festgenommen. Der Mann stand auch unter dem Einfluss von Drogen während der Fahrt und führte Betäubungsmittel mit sich. Er erwartet nun eine Anzeige. Gegen eine andere Person wurde eine Strafanzeige wegen des Imports von Betäubungsmitteln erstellt. Aufgrund nicht entrichteter Einfuhrabgaben stellten die Zollbeamten ein Fahrzeug sicher und leiteten ein Strafverfahren gegen den Betroffenen ein. In 14 Fällen wurden Blutproben angeordnet, 13 davon aufgrund von Drogeneinfluss bei den Fahrern und in einem Fall aufgrund von Alkoholeinfluss.
Auch die Geschwindigkeit wurde mit einer Messanlage überwacht. Es wurden 444 Verkehrsteilnehmer registriert, die zu schnell unterwegs waren und nun ein Verwarngeld erhalten. In 219 Fällen war die Geschwindigkeit so weit über dem zulässigen Limit, dass Ordnungswidrigkeitenanzeigen erstellt werden. Zwei Fahrer müssen außerdem mit einem Fahrverbot rechnen.
In der Grenzregion der Euregio Maas-Rhein mit insgesamt ca. 4 Mio. Einwohnern arbeiten die Sicherheitsbehörden eng zusammen. Die euregionale Zusammenarbeit der Polizeibehörden wird im Rahmen der sogenannten „NeBeDeAgPol“ (Niederländisch / Belgisch / Deutsche Arbeitsgemeinschaft der Polizei) organisiert. Die Planung und Durchführung gemeinsamer Einsätze ist eine zentrale Aufgabe der NeBeDeAgPol. Auch der gestrige Einsatz wurde unterstützt von der Europäischen Arbeitsbehörde „European Labour Authority“ (ELA). Die ELA überwacht grenzüberschreitend die Einhaltung von Arbeits- und Sozialrechten von LKW- und Busfahrern. Schwerpunktkontrollen im Grenzbereich sind Ausdruck der engen Zusammenarbeit der Behörden der drei Länder in der EMR und werden in regelmäßigen Abständen fortgesetzt.
Quelle: Presseportal
Einbruchstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Einbruchsraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 23528 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 27061 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3385 auf 3616. Die Anzahl der Verdächtigen sank leicht von 2789 auf 3069, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2344 auf 2614 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 445 auf 455 leicht anstieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1196 auf 1451. Im Vergleich dazu war Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die Region mit den meisten registrierten Einbruchsfällen in Deutschland, nämlich 27061 Fälle.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 23.528 | 27.061 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.385 | 3.616 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.789 | 3.069 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.344 | 2.614 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 445 | 455 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.196 | 1.451 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen lag 2022 bei 56367 und stieg im Jahr 2023 auf 57879. Unter den Verdächtigen waren 49610 Männer und 6757 Frauen im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 51099 Männer und 6780 Frauen waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 auf 18722. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an aufgezeichneten Drogenfällen mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 637.365 Unfälle. Davon entfallen 63.250 Unfälle auf Personenschäden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 13.559 Fälle aus, was 2,13% der Gesamtzahl entspricht. Es gab 3.764 Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel, was 0,59% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% ausmacht. Innerorts gab es 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








