Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Euskirchen: Fahrradsaison 2026 startet sicher

Im Kreis Euskirchen stieg die Zahl der Radunfälle. Tipps zur Sicherheit: Helm tragen, sichtbar sein, Abstand halten, Radwege nutzen, sicher überholen. Fahrsicherheitstraining angeboten.

v.l.n.r. PHKin Julia Braun, PHKin Anke Weber ( beide Verkehrsunfallprävention)
Foto: Presseportal.de

Kreis Euskirchen (ost)

Mit zunehmenden Temperaturen entdecken mehr und mehr Menschen das Fahrrad als gängiges Verkehrsmittel oder zur Freizeitgestaltung. Auch wirtschaftliche Faktoren wie höhere Kraftstoffpreise tragen dazu bei, dass das Fahrrad immer häufiger genutzt wird. Mit der steigenden Anzahl von Radfahrern steigt jedoch auch das Risiko von Unfällen. Im vergangenen Jahr wurden im Kreis Euskirchen 168 Verkehrsunfälle registriert, an denen 126 Fahrradfahrer und 42 Pedelec-Fahrer beteiligt waren. In den meisten Fällen wurden die Beteiligten leicht verletzt, aber es kam auch häufig zu schweren Verletzungen, insbesondere im Kopfbereich. Um sicher durch die neue Fahrradsaison zu kommen, gibt die Verkehrsunfallprävention folgende Ratschläge: Tragen Sie immer einen Helm. Dieser kann das Risiko schwerer Kopfverletzungen erheblich verringern. Ein Austausch wird alle drei bis fünf Jahre empfohlen – besonders, wenn der Helm beschädigt ist, nicht mehr richtig passt oder nach einem Sturz benutzt wurde. Sorgen Sie für gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Helle Kleidung und reflektierende Elemente erhöhen die Erkennbarkeit erheblich. Während helle Kleidung bei etwa 40 Metern sichtbar ist, kann reflektierende Kleidung die Sichtbarkeit auf bis zu 150 Meter erhöhen. Besondere Vorsicht ist an Kreuzungen und bei Fahrzeugen mit eingeschränkter Sicht wie Lastwagen oder Bussen geboten. Der „tote Winkel“ führt immer wieder zu schweren Unfällen. Halten Sie also genügend Abstand und vermeiden Sie das Fahren im direkten Sichtschatten. Nutzen Sie vorhandene Radwege, wenn sie sicher befahrbar sind. Ist dies nicht der Fall, fahren Sie auf der Fahrbahn möglichst weit rechts. Für andere Verkehrsteilnehmer gilt: Halten Sie beim Überholen von Radfahrern ausreichend Abstand – innerorts mindestens 1,5 Meter, außerorts mindestens zwei Meter.

Alle, die ihre Sicherheit im Umgang mit dem Pedelec verbessern möchten, haben die Möglichkeit, an einem Fahrsicherheitstraining teilzunehmen, das von der Verkehrsunfallprävention der Polizei Euskirchen in Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund Euskirchen angeboten wird. Interessierte können sich unter folgendem Link anmelden:

https://www.sportbildungswerk-nrw.de/euskirchen/angebote/sportkurse/outdoor/tagestouren/radfahren

Die Verkehrsunfallprävention der Kreispolizeibehörde Euskirchen wünscht allen einen sicheren Start in die Fahrradsaison 2026 und eine gute Fahrt zu allen Zeiten.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle ausmacht. Innerorts gab es 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, Schwerverletzte 11.172 und Leichtverletzte 68.000.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

Karte für diesen Artikel

nf24