Am Mittwoch unterstützten Einsatzkräfte aus Mülheim die Evakuierung eines Krankenhauses in Moers. Die Maßnahmen dauerten bis in die Nachtstunden an.
Evakuierung in Moers nach Bombenfund

Mülheim an der Ruhr (ost)
Am Mittwoch, dem 27. Mai 2026, halfen viele Feuerwehrleute aus Mülheim an der Ruhr, dem Deutschen Roten Kreuz, der Johanniter-Unfall-Hilfe und dem Malteser Hilfsdienst bei den umfassenden Evakuierungsmaßnahmen rund um ein Krankenhaus in Moers. Der Hintergrund war die Entschärfung bzw. kontrollierte Sprengung einer Weltkriegsbombe. Neben dem Krankenhaus mussten auch ein nahegelegenes Altenheim und andere Bereiche in der Umgebung geräumt werden.
Um 11:00 Uhr wurden im Rahmen der geplanten überörtlichen Hilfe der Patiententransportzug (PTZ) und der Betreuungsplatz 500 aus Mülheim an der Ruhr alarmiert. Der Patiententransportzug ermöglicht den strukturierten Transport einer größeren Anzahl von Patienten im Schadensfall. Der Betreuungsplatz 500 ist ein landesweites Konzept zur Betreuung und Versorgung einer Vielzahl von betroffenen Personen. Gemeinsam mit anderen Patiententransportzügen aus Mönchengladbach, Duisburg, Krefeld, Essen, dem Kreis Mettmann und dem Kreis Kleve unterstützten die Kräfte aus Mülheim die Evakuierung des Krankenhauses und der angrenzenden Pflegeeinrichtung.
Während des Einsatzes wurden zahlreiche Transporte durchgeführt. Betroffene Personen wurden entweder in umliegende Krankenhäuser oder in eingerichtete Betreuungsstellen gebracht. Darunter waren auch mehrere heimbeatmete Patienten, die in geeignete Einrichtungen verlegt werden mussten. Ein Arzt des Patiententransportzuges Mülheim begleitete die Maßnahmen und unterstützte die medizinische Sichtung und Betreuung während der Evakuierung.
Gleichzeitig richtete der Betreuungsplatz 500 eine Sporthalle als Betreuungsstelle ein. Unterstützt von Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Broich wurde die Halle innerhalb kurzer Zeit für die Aufnahme von Betroffenen vorbereitet. Insgesamt wurden dort etwa 100 Personen betreut. Die Einsatzkräfte sorgten für Sitzgelegenheiten, Feldbetten sowie die Versorgung mit Getränken und Verpflegung.
Die Evakuierung konnte gegen 23:00 Uhr erfolgreich abgeschlossen werden. Danach wurde die Weltkriegsbombe kontrolliert gesprengt. Die Mülheimer Einheiten wurden später von Kräften aus Leverkusen und Düren abgelöst.
Insgesamt waren etwa 80 Einsatzkräfte aus Mülheim an der Ruhr bis in die Nachtstunden im Einsatz. Der Einsatz endete für die letzten Kräfte gegen 02:30 Uhr.
Quelle: Presseportal







