Einsatzkräfte führen erfolgreiche Maßnahmen zur Sicherheit und Kriminalitätsbekämpfung durch. Bürgerinnen und Bürger sollen sich sicherer fühlen.
Eving: Polizei Dortmund Präsenzkonzeption

Dortmund (ost)
Fortlaufende Nummer: 0615
In der Zeit vom 18. bis 22. Juli 2026 führte die Polizei Dortmund im gesamten Stadtgebiet Kontrollen, Durchsuchungen und Festnahmen durch. Das Ziel war es, den Handel mit Betäubungsmitteln zu stoppen, unversteuerte Zigaretten und Tabakwaren zu beschlagnahmen, Diebstähle zu verfolgen und das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger durch eine sichtbare Präsenz zu stärken.
Am Samstag (18. Juli 2026) fanden die Maßnahmen hauptsächlich in der Heroldstraße/Lauenburger Straße statt. Zwei Personen versuchten trotz Flucht, einer Kontrolle zu entkommen. Bei ihnen wurde Cannabis gefunden. Zwei Strafanzeigen wurden erstellt. Ein weiterer Einsatzbereich führte die Kräfte in den Gut-Heil-Straßen-Bereich, wo ein 56-jähriger Dortmunder als Verkäufer unversteuerter Zigaretten auffiel. Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung (einschließlich Keller) wurden etwa 300 Stangen unverzollter Zigaretten sowie etwa 150 Pakete unverzollten Shisha-Tabak sichergestellt. Es lagen keine besonderen Voraussetzungen für Untersuchungshaft vor.
Am Montag (20. Juli 2026) lag der Fokus der Präsenzmaßnahmen in den Innenstadtbereichen rund um den Westenhellweg und den Stadtgarten. Neben sichtbarer Präsenz wurden Personenkontrollen durchgeführt. Im Stadtgarten wurde ein 36-jähriger obdachloser Mann mit einem Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Dortmund festgenommen und in Gewahrsam genommen.
Um 18:25 Uhr meldete die DB-Sicherheit eine aggressiv bettelnde Frau, die in die Haltestelle Stadtgarten flüchtete. Eine Befragung ergab Hinweise auf einen möglichen Handydiebstahl. Die Frau wurde in Polizeigewahrsam genommen und später in eine geschlossene Einrichtung gebracht. Das gestohlene Mobiltelefon konnte dem rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden.
In der Straße „Olpe“ wurde bei einer Personenkontrolle ein verbotenes Einhandklappmesser sichergestellt, ein entsprechender Bericht wurde erstellt, außerdem wurde ein Messertrageverbot vorgeschlagen.
Am Dienstag, den 21. Juli 2026, wurden die Kontrollen fortgesetzt, insbesondere im westlichen Innenstadtbereich und im Dietrich-Keuning-Park. Es ergaben sich Hinweise auf einen Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz, der zu einer Strafanzeige führte.
Im Stadtgarten kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen vier bis fünf Personen. Insgesamt waren über 20 Personen beteiligt und eine Person wurde mit Pfefferspray besprüht. Gegen den Beschuldigten wurde eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung erstellt. Außerdem wurde bei einem Beteiligten mutmaßliches Diebesgut gefunden, darunter ein zur Fahndung ausgeschriebener Führerschein und eine gestohlene Kreditkarte. Bei einer weiteren Frau wurde eine kleine Menge Heroin sichergestellt. Alle Personen erhielten einen Platzverweis.
Auch im Vorortbereich zeigte das Präsenzkonzept Wirkung: Im Evinger Park konnte ein Drogenhandel beobachtet und durch gezieltes Eingreifen verhindert werden. Es konnten über 20 Druckverschlusstütchen mit Cannabis sichergestellt werden. Außerdem wurde Bargeld zur präventiven Gewinnabschöpfung sichergestellt.
Bei einer Pkw-Kontrolle ergab ein Drogenvortest ein positives Ergebnis auf THC. Die Fahrerin wurde zur Entnahme einer Blutprobe zur Polizeiwache Eving gebracht.
Am Mittwoch (22. Juli 2026) beobachteten verdeckte Einsatzkräfte am Nordmarkt einen illegalen Drogenhandel. Der Dealer wurde kontrolliert und Kokain sichergestellt. An einem Café in der Mallinckrodtstraße wurde eine auffällige Gruppe Jugendlicher entdeckt. Bei einem Minderjährigen wurden E-Zigaretten gefunden und sichergestellt, bei einem jungen Mann eine vermutlich größere Menge Cannabis. Die Drogen wurden sichergestellt und eine Anzeige wurde erstellt.
Gegen 17:55 Uhr traf die Bereitschaftspolizei einen E-Scooter-Fahrer an, der während der Fahrt Drogen konsumierte. Auch hier wurde eine Anzeige erstellt und eine Blutprobe entnommen.
Bei einer Kontrolle in der Spohrstraße fanden die Einsatzkräfte eine Schreckschusswaffe und stellten sie sicher, ein Verfahren wurde eingeleitet.
Fast gleichzeitig, gegen 17:45 Uhr, wurde ein 24-jähriger Dortmunder nach einem illegalen Drogenhandel in der Steiermarkstraße festgenommen. Bei dem Einsatz, einschließlich Wohnungsdurchsuchung, wurden Drogen in Form von Kokain, Marihuana und Haschisch sowie Liquids gefunden und 44 Lachgasbehälter im Keller sichergestellt. Der Beschuldigte wurde zur weiteren Klärung dem Gewahrsam der Dortmund übergeben.
Die Einsätze im Rahmen der Präsenzkonzepte dienen insbesondere der Gefahrenabwehr, der Bekämpfung des Drogenhandels und der Sicherstellung von Beweismitteln. Die Polizei Dortmund bittet die Bevölkerung immer um Hinweise, die zur Aufklärung und Verhinderung von Straftaten beitragen können.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen sank leicht von 56367 auf 57879. Die meisten Verdächtigen waren männlich, wobei 2023 insgesamt 51099 männliche Verdächtige verzeichnet wurden. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland war Nordrhein-Westfalen 2023 die Region mit den meisten registrierten Drogenfällen, mit insgesamt 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








