Die Polizei zieht Bilanz: 74 km/h auf dem Rollenprüfstand, 10 sichergestellte Fahrzeuge und 21 Strafanzeigen nach 251 Maßnahmen in 2 Tagen.
Fahrradkontrolltage in Gronau

Gronau (ost)
74 Stundenkilometer auf dem Rollenprüfstand, zehn beschlagnahmte Fahrzeuge und 21 Strafanzeigen – das sind einige der Ergebnisse von zwei Fahrradkontrolltagen am Montag und Dienstag in Gronau. Die Fahrräder und Pedelecs standen im Mittelpunkt der Einsatzkräfte, aber auch technisch modifizierte Fatbikes und E-Scooter. Insgesamt führten die Polizeibeamten an den beiden Kontrolltagen 251 Maßnahmen durch. Dabei beschränkten sich die Verstöße nicht nur auf den Verkehr: In 21 Fällen wurden Strafanzeigen erstattet. Unter anderem wurden Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie Urkundenfälschung festgestellt. Darüber hinaus wurden zwei Haftbefehle vollstreckt und zwei Aufenthaltsermittlungen durchgeführt.
Ein besonderes Augenmerk lag auf technisch modifizierten Fatbikes und E-Scootern. Die Einsatzkräfte erhielten Unterstützung von fünf niederländischen Polizeibeamten, die einen Rollenprüfstand mitbrachten. Mit diesem konnte festgestellt werden, welche Geschwindigkeit die kontrollierten Fahrzeuge tatsächlich erreichen können. Die Ergebnisse waren teilweise sehr deutlich: Ein E-Scooter erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 74 Stundenkilometern. Ein kontrolliertes Fatbike erreichte 45 Stundenkilometer. Insgesamt wurden acht Fatbikes und zwei E-Scooter sichergestellt. Fatbikes erfreuen sich insbesondere in der grenznahen Region zunehmender Beliebtheit. Grundsätzlich gelten für sie die gleichen Regeln wie für andere Pedelecs: Wenn der Motor nur beim Treten unterstützt und die Unterstützung bei 25 Stundenkilometern endet, werden sie rechtlich wie Fahrräder behandelt. Durch technische Änderungen können diese Voraussetzungen jedoch entfallen. Die Konsequenz: Unter anderem sind eine Fahrerlaubnis und Versicherungsschutz erforderlich. Bei früheren Kontrollen in Gronau hatte die Polizei bereits technisch modifizierte Fatbikes aus dem Verkehr gezogen. Neben den niederländischen Polizeikräften wurden die Fahrradkontrolltage von Kräften der Einsatzhundertschaft Gelsenkirchen, des Verkehrsdienstes und des Schwerpunktdienstes unterstützt. Die Kontrollen stießen auch beim WDR auf großes Interesse. Ein Kamerateam begleitete die Einsatzkräfte vor Ort und widmete sich insbesondere den Kontrollen der Fatbikes.
Die Kreispolizeibehörde Borken wird ihre Kontrollen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit fortsetzen. Dabei werden auch weiterhin technisch modifizierte Zweiräder im Fokus stehen. (pl)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 wurden in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle registriert. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen gemeldet, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792, was 87,36% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








