Nach zwei Taten in rund 30 Minuten sucht die Polizei Zeugen. Trickbetrüger gaben sich als Rauchmelder-Kontrolleur und Polizist aus, entwendeten Wertgegenstände. Wichtig: Keine Fremden in die Wohnung lassen, bei Verdacht Polizei rufen!
Falsche Handwerker suchen Seniorinnen in Mengede auf

Dortmund (ost)
Fortlaufende Nummer: 0722
Nach zwei aufeinanderfolgenden Vorfällen als “Falscher Handwerker” im Dortmunder Stadtteil Mengede gestern Donnerstag (27. August) – höchstwahrscheinlich von den gleichen Tätern begangen – sucht die Polizei Dortmund nun nach Zeugen. Die Trickbetrüger betraten um 13:45 Uhr eine Wohnung in der Waterloostraße und versuchten es um 14 Uhr mit ihrem perfiden Plan in der Hasenkampstraße.
Nach bisherigen Informationen klingelte um 13:45 Uhr ein Mann bei einer 78-jährigen Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses. Er gab sich als Rauchmelder-Kontrolleur aus und stellte der Frau persönliche Fragen. Kurz darauf kam eine zweite Person hinzu, die sich als Polizist ausgab und den ersten Täter aus der Wohnung verwies. Der zweite Täter gab dann vor, überprüfen zu wollen, ob etwas gestohlen worden sei. Dabei nahm er die EC-Karte der Frau in die Hand und machte möglicherweise ein Foto davon. Bisher wurde nichts gestohlen.
Kurz darauf, gegen 14 Uhr, klingelten die Männer gemeinsam bei einer 90-jährigen Frau in der Hasenkampstraße. Dort gaben sie sich als Handwerker aus und behaupteten, wegen eines Wasserrohrbruchs den Keller und die Wohnung überprüfen zu müssen. Nachdem die Männer gegangen waren, fehlten das Portmonee der Frau mit Bargeld sowie ein Ring und ein Goldarmband.
Die Männer flüchteten anschließend unerkannt. Die Beschreibungen der Täter: Täter 1: 40 bis 45 Jahre alt, 175 bis 180 cm groß, kräftige Statur, schwarze Haare, kein Bart, dunkel gekleidet, akzentfreies Deutsch Täter 2: 25 bis 30 Jahre alt, 170 bis 175 cm groß, schmale Statur, schwarze Haare, Vollbart, keine Brille, schwarzes Langarm-Shirt, schwarze Hose, akzentfreies Deutsch
Wer kann Hinweise zu den Tätern geben und hat zur tatrelevanten Zeit oder davor und danach etwas beobachtet? Zeugen melden sich bitte bei der Polizeiwache Mengede unter 0231/132-2721.
Die Polizei warnt erneut vor dieser Betrugsmasche. Sensibilisieren Sie Ihre Familienmitglieder, Nachbarn und Freunde! Rufen Sie die Notrufnummer 110 an, wenn verdächtige Personen bei Ihnen klingeln oder Sie etwas Verdächtiges auf der Straße bemerken! Betrüger werden nicht aufhören. Sie werden in der Nachbarschaft oder in der Stadt weitermachen.
Zusätzlich gibt die Polizei folgende Ratschläge:
Sie haben das Recht, fremde Personen nicht in Ihre Wohnung oder Ihr Haus zu lassen, wenn sie sich nicht angemeldet haben oder von Ihnen eingeladen wurden!
Seien Sie daher bei unbekannten Personen an der Tür – unabhängig von ihrem Anliegen – immer misstrauisch! Ob es sich um einen Handwerker handelt, den Sie oder Ihr Vermieter nicht gerufen haben, eine fremde Person, die um Hilfe bittet, aber unbedingt in Ihre Wohnung eintreten möchte (zum Beispiel um eine Nachricht für den Nachbarn zu hinterlassen), oder ein Vertreter einer Behörde, den Sie nicht erwarten.
Wenn Sie auch nur geringe Zweifel an der Echtheit des Anliegens haben, lassen Sie diese Person nicht in Ihre Wohnung! Ziehen Sie im Zweifelsfall Nachbarn hinzu oder rufen Sie direkt die Polizei unter 110 an.
Wenn ein Besucher aufdringlich wird, wehren Sie sich energisch, sprechen Sie ihn laut an und rufen Sie um Hilfe.
Sehen Sie sich Besucher immer vorher durch den Türspion oder das Fenster an. Installieren Sie wenn möglich ein Kastenschloss mit Sperrbügel. So können Sie die Tür einen Spalt öffnen, um mit einem Besucher zu sprechen, ihn aber nicht hereinzulassen. Auch kleine Hilfestellungen – wie Zettel und Stift – können Sie bei Bedarf nach draußen reichen.
Straftäter sind leider einfallsreich. Die Betrugsmaschen an der Haustür variieren. Manche Betrüger geben sich als Handwerker, Wasserwerker, Verkäufer oder Spendensammler aus. Hier gilt: Wenn ein Besucher ein ernsthaftes Anliegen hat, wird er sich gedulden, Ihnen Kontaktdaten geben, damit Sie einen Termin mit der Firma, der Behörde usw. vereinbaren können.
Das Überprüfen von Ausweisen allein reicht nicht aus. Rufen Sie die Firma an, für die der Besucher oder die Besucherin zu arbeiten vorgibt.
Quelle: Presseportal








