Betrüger geben sich als PayPal-Mitarbeiter aus und stehlen Daten für Crypto-Geschäfte. Opfer werden um Zugriff auf PC und Personalausweis gebeten.
Falsche PayPal-Mitarbeiter am Telefon: Polizei warnt vor Betrugsmasche
Kreis Kleve (ost)
In den letzten Tagen gab es Berichte über betrügerische Anrufe von Personen, die vorgaben, Mitarbeiter von PayPal zu sein. Ein 71-jähriger Bewohner von Issum wurde kürzlich Opfer dieser Betrugsmasche.
Wie läuft der Betrug ab? Die vermeintlichen PayPal-Mitarbeiter behaupten am Telefon, dass die Daten der Angerufenen für betrügerische Crypto-Geschäfte verwendet wurden und bieten ihre Unterstützung an. Im Verlauf des Gesprächs fordern die Betrüger die Angerufenen auf, ihnen per Fernzugriff Zugang zu ihrem PC oder Handy zu gewähren. Ihr Ziel ist es, Zugang zum Online-Banking der Opfer zu erhalten und sie dazu zu bringen, ihren Personalausweis abzufotografieren oder zu scannen. Mit diesen Daten eröffnen sie dann weitere Konten im Namen der Opfer. Anschließend buchen die Täter Geldbeträge ab und nutzen die E-Mail-Adressen oder Konten der Opfer, um Crypto-Geschäfte abzuwickeln – genau das, wovor sie die Angerufenen zu Beginn des Telefonats angeblich schützen wollten.
Die Polizei warnt eindringlich:
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 29.667 Fälle von Cyberkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 21.181 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7.667 im Jahr 2022 auf 8.126 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls von 6.623 im Jahr 2022 auf 7.062 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 4.726 männlich, 2.336 weiblich und 2.159 nicht-deutsche Staatsbürger. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit insgesamt 22.125 registrierten Fällen.
2022 | 2023 | |
---|---|---|
Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt