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Falsche Polizisten und Schockanrufe in Gladbeck und Recklinghausen

Zwei ältere Frauen werden Opfer von Trickbetrügern. Die Polizei warnt vor Betrug am Telefon und an der Haustür, gibt Verhaltenstipps und sucht Zeugen.

Foto: unsplash

Recklinghausen (ost)

In den letzten Tagen ereigneten sich zwei Betrugsfälle, bei denen ältere Frauen Opfer von Trickbetrügern wurden.

Vorfall 1: Unwahrer Polizist in Gladbeck

Am Nachmittag des Mittwochs (26. März 2025) drang ein bisher unbekannter Täter unter dem Vorwand, ein Polizeibeamter zu sein, in die Wohnung einer älteren Frau in der Rottstraße ein. Der Mann behauptete, die Wertgegenstände der Bewohnerin fotografieren zu müssen. Im Verlauf des Gesprächs gelang es ihm anscheinend, ein Sparbuch und eine Bankkarte zu stehlen. Erst nachdem der Mann verschwunden war, bemerkte die Seniorin den Diebstahl. Der falsche Polizist trug keine Uniform, zeigte jedoch einen vermeintlichen Dienstausweis. Eine genaue Beschreibung der Person liegt derzeit nicht vor.

Vorfall 2: Schockanruf in Recklinghausen

Am Donnerstagabend ereignete sich in Recklinghausen in der Straße Am Alten Brauhaus ein sogenannter Schockanruf. Eine Anruferin gab sich als die eigene Schwester aus und behauptete, sie habe einen schweren Autounfall verursacht. Anschließend übernahm eine vermeintliche Polizeibeamtin das Telefonat und erklärte, dass bei dem Unfall eine schwangere Frau schwer verletzt worden sei. Um eine drohende Strafe abzuwenden, wurde die Zahlung einer fünfstelligen Geldsumme gefordert. Die Seniorin war zunächst misstrauisch und versuchte, Fragen zu stellen. Die Betrüger setzten sie jedoch zunehmend unter Druck, sodass sie schließlich einem Geldboten einen Umschlag mit Bargeld übergab.

Der Bote wurde wie folgt beschrieben: männlich, 25 bis 30 Jahre alt, schlank, dunkle Sportjacke, sprach offenbar Russisch.

Die Polizei hat in beiden Fällen die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen. Hinweise zu Verdächtigen werden unter der Telefonnummer 0800/2361 111 entgegengenommen.

Diese beiden Vorfälle nehmen wir zum Anlass, erneut vor Betrugsmaschen am Telefon oder an der Haustür zu warnen. Folgende Verhaltensweisen können dabei helfen, sich zu schützen:

Die Polizei bittet außerdem Angehörige und Nachbarn, insbesondere ältere Menschen in ihrer Umgebung anzusprechen und über diese Betrugsmethoden zu informieren.

Quelle: Presseportal

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