Die Löscheinheit Schaephuysen blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück, das im Zeichen des 120-jährigen Jubiläums stand. Für 2026 sind unter anderem Pläne für den Neubau des Gerätehauses geplant.
Feuerwehr Schaephuysen: Jahresrückblick und Ausblick

Rheurdt-Schaephuysen (ost)
Der Anfang des Jahres ist traditionell geprägt von den Jahreshauptversammlungen der beiden Löscheinheiten der Freiwilligen Feuerwehr Rheurdt. Am Samstag, dem 21. Februar 2026, fand die Jahreshauptversammlung der Löscheinheit Schaephuysen in der Gaststätte Bodden in Saelhuysen statt. Der Leiter Frank Diepers begrüßte viele der momentan 40 aktiven Einsatzkräfte, die Kameraden der zwölfköpfigen Ehrenabteilung sowie Mitglieder der mittlerweile aus sieben Kameradinnen und Kameraden bestehenden Unterstützungsabteilung. In seinem Jahresbericht ließ er das ereignisreiche Jahr 2025 Revue passieren, das ganz im Zeichen des 120-jährigen Jubiläums der Löscheinheit stand.
Insgesamt haben die Mitglieder der Löscheinheit Schaephuysen im vergangenen Jahr mehr als 6.900 ehrenamtliche Stunden geleistet – so viel wie seit 2018 nicht mehr. Dies zeigt einerseits die steigenden Anforderungen an eine leistungsfähige Freiwillige Feuerwehr, andererseits die große Leidenschaft und Einsatzbereitschaft der Mitglieder.
Mit 28 Einsätzen, davon drei überörtliche Einsätze im Rahmen von vorgeplanten Bezirks- und Kreisbereitschaften, lag das Einsatzaufkommen 2025 im durchschnittlichen Bereich. Sieben Einsätze fielen auf Brände zurück, in 16 Fällen leistete die Einheit technische Hilfe, fünf Alarmierungen gingen auf das Konto von Brandmeldeanlagen und sonstigen Lagen. Im Schnitt war die Feuerwehr in Schaephuysen sechs Minuten nach der Alarmierung vor Ort. Zu den besonderen Einsatzlagen zählten zwei Verkehrsunfälle auf der Bundesstraße 510 und auf Hochend, bei denen insgesamt drei Personen verletzt wurden, sowie ein Entstehungsbrand in einer Wohnung an der Tönisberger Straße, bei dem ein Bewohner aus der verrauchten Wohnung gerettet wurde. Insgesamt rettete die Löscheinheit Schaephuysen im vergangenen Jahr sieben Personen und ein Tier; für eine Person kam bei einem Einsatz leider jede Hilfe zu spät.
Ein deutlich größerer Teil der ehrenamtlichen Arbeit lag im Jahr 2025 in der Aus- und Weiterbildung. Die Kameradinnen und Kameraden nahmen an zahlreichen Lehrgängen auf Gemeinde-, Kreis- und Landesebene teil. Insgesamt absolvierten 22 Kameradinnen und Kameraden einen oder mehrere Lehrgänge – von der Grundausbildung in der Ausbildungskooperation mit der Feuerwehr Kamp-Lintfort über beispielsweise den Atemschutz-Lehrgang in Goch bis hin zum Verbandsführerlehrgang am Institut der Feuerwehr in Münster. Weitere 15 Kameradinnen und Kameraden bildeten sich in Seminaren weiter. Zusätzlich dazu besuchten die Kameradinnen und Kameraden weiterhin treu die regelmäßigen Übungsdienste innerhalb der Löscheinheit. Bei 30 Ausbildungsdiensten am heimischen Standort lag die Dienstbeteiligung bei 71 Prozent.
Das große ehrenamtliche Engagement wird durch weitere Aktivitäten in Spezialeinheiten für Funk und Kommunikation, für den Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern, im Bereich Öffentlichkeitsarbeit oder in der Brandschutzerziehung sowie in der Brauchtumspflege abgerundet. Auch 2025 hat die Feuerwehr einmal mehr die Verwurzelung mit dem Dorfleben in Schaephuysen unter Beweis gestellt. Neben der Begleitung von Schützen- oder Martinszügen richtete die Löscheinheit im vergangenen Jahr auch einen Tag der offenen Tür für die Bevölkerung aus. Dieser markierte den Höhepunkt des Jubiläumsfestes zum 120-jährigen Bestehen. An diesem besonderen Tag wurde auch das neue Löschfahrzeug des Typs LF10 offiziell in Dienst gestellt. Die Feuerwehr kann stolz auf eine moderne und hochwertige Ausrüstung sein, die den Bürgerinnen und Bürgern wiederum ein hohes Schutzniveau bietet.
Besonders stolz ist die Löscheinheit Schaephuysen auf ihre weiterhin starke Nachwuchsarbeit. In der Kinder- und Jugendfeuerwehr sind aktuell 37 Kinder und Jugendliche aktiv. Jugendfeuerwehrwart Fabian Maaß und der stellvertretende Kinderfeuerwehrwart Patrick Bring berichteten von zahlreichen Aktivitäten, durch die rund 4.000 weitere ehrenamtliche Stunden zustande kamen. Besonders hervorzuheben ist die Teilnahme von sechs Jugendlichen in einer gemeinsamen Gruppe mit drei Jugendlichen aus Rheurdt an der Leistungsspange in Wuppertal. Das wochenlange Üben wurde schließlich mit der höchsten Auszeichnung in der Jugendfeuerwehr belohnt.
Der Förderverein der Löscheinheit berichtete über seine geförderten Projekte und Initiativen, darunter die Beschaffung zusätzlicher Ausrüstung und Ausbildungsmaterialien. In diesem Zuge würdigte der Verein die Unterstützung durch die Bürgerinnen und Bürger, die jährlich unter anderem bei der traditionellen Haustürsammlung für die Feuerwehr spenden.
In seinem Jahresfazit dankte der Leiter der Feuerwehr, Markus Gehrmann, allen Mitgliedern für ihren Einsatz und ihre Einsatzbereitschaft. „Diese starke Mannschaft ist die Grundlage für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger“, betonte Gehrmann. Lobend erwähnte Gehrmann auch die Zusammenarbeit mit der Verwaltung sowie die Kommunikation und der Informationsaustausch mit den politischen Vertretern. So wurde zum Ende des Jahres 2025 nach intensiver, gemeinsamer Arbeit beispielsweise die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplan seitens des Rates verabschiedet. „Das beauftragte Ingenieurbüro bestätigte unserer Feuerwehr darin einen professionellen Leistungsstand“, berichtete der Leiter der Feuerwehr.
Neben den Berichten standen Wahlen und interne Abstimmungen auf der Tagesordnung. So wurde unter anderem die amtierende Löscheinheitsführung, bestehend aus Einheitsführer Frank Diepers und seinen beiden Stellvertretern Christoph Schmidt und Simon Galka, im Amt bestätigt und für eine weitere Amtszeit wiederbestellt. Außerdem wurde der Gemeindejugendfeuerwehrwart Ludger Elbers für eine weitere Amtszeit bestellt.
Im Rahmen der Versammlung wurden schließlich mehrere Feuerwehrangehörige durch die Feuerwehrführung befördert. Die neuen Dienstgrade erhielten unter großem Applaus:
Feuerwehrmann: Lucca Maier
Oberfeuerwehrmann: Noel Gabriel Michel Hoyer Julian Kehnen Marcel Leineweber Markus Mackenberg Daniel Strehlau
Unterbrandmeister: Andreas Koschare
Brandoberinspektor: Simon Galka
Die Jahreshauptversammlung klang mit einem kameradschaftlichen Beisammensein aus, bei dem die Kameradinnen und Kameraden auf das erfolgreiche Jubiläumsjahr zurückblickten und motiviert in das neue Jahr starteten. Ein Jahr, in dem unter anderem die Weichen für den Neubau des Gerätehauses Schaephuysen gestellt werden sollen.
Quelle: Presseportal








