In der Achim-Besgen-Halle fand die 56. Jahreshauptversammlung statt. Im Jahr 2025 gab es 241 Einsätze.
Feuerwehr Schwalmtal: Jahreshauptversammlung und Einsätze

Schwalmtal (ost)
Am Freitag, dem 13. März 2026, fand die 56. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schwalmtal in der Achim-Besgen-Halle in Waldniel statt. Dirk Neikes, der Leiter der Feuerwehr, eröffnete die Versammlung um 20:05 Uhr und begrüßte neben den Feuerwehrmitgliedern zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und befreundeten Organisationen. Anwesend waren Bürgermeister Andreas Gisbertz, die stellvertretende Bürgermeisterin Giesela Jackels, der Vorsitzende des Ausschusses für Ordnung, Sport, Kultur und Tourismus Ingolf Ropohl, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Viersen, Prof. Dr. Helmut Parsch, der ehemalige Leiter der Feuerwehr Schwalmtal Achim Ahlers, der Fachbereichsleiter Thomas Höpfner, die Sachgebietsleiterin Sonja Classen und der zuständige Sachbearbeiter Markus Buttig. Ebenso wurden Vertreter der im Rat vertretenen Fraktionen, Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes, die Mitglieder der Ehrenabteilung, die Einsatzabteilungen beider Löschzüge und die Jugendfeuerwehr begrüßt.
Nach dem Gedenken an die Verstorbenen folgte der Bericht der Feuerwehrleitung über das vergangene Jahr. Im Jahr 2025 wurden die Löschzüge Amern und Waldniel zu insgesamt 241 Einsätzen alarmiert. Diese umfassten Brandeinsätze, technische Hilfeleistungen, Einsätze nach Unwettern und Unterstützung im Rettungsdienst. Das Einsatzgeschehen blieb auf einem hohen Niveau.
Die Teilnahme am Leistungsnachweis des Kreisfeuerwehrverbandes Viersen war erneut erfolgreich. Der Löschzug Amern konnte den Wanderpokal bereits zum vierten Mal gewinnen. Außerdem nahm eine Wettkampfgruppe der Feuerwehr Schwalmtal an den 14. Deutschen Feuerwehr-Meisterschaften vom 10. bis 13. Juli 2025 in Böblingen-Dagersheim teil und erreichte die Wertungsstufe Bronze.
Ein wichtiger Schritt für die Einsatzbereitschaft war die Inbetriebnahme einer neuen Drehleiter beim Löschzug Waldniel im vergangenen Jahr. Die Kosten dafür beliefen sich auf etwa 1 Million Euro. Die alte Drehleiter war über 25 Jahre im Einsatz und wurde an eine Nachbargemeinde in einem benachbarten Kreis abgegeben. Zahlreiche Übungsstunden wurden zur Ausbildung am neuen Fahrzeug abgehalten. Die Feuerwehrleitung dankte dem Ausbilderteam dafür besonders.
Auch im Bereich der Infrastruktur gab es wichtige Fortschritte. Das Grundstück für den Neubau des Gerätehauses in Amern wurde erworben und vorbereitet. Gleichzeitig wurde die Planung für die Erweiterung des Gerätehauses in Waldniel vorangetrieben. Beide Maßnahmen sind von großer Bedeutung, um auch in Zukunft eine leistungsfähige Gefahrenabwehr in der Gemeinde Schwalmtal zu gewährleisten.
Neben dem Einsatzdienst wurde erneut viel Wert auf Aus- und Fortbildung gelegt. Zahlreiche Lehrgänge auf Gemeinde-, Kreis- und Landesebene wurden besucht. Ein umfassendes Hygienekonzept für die gesamte Feuerwehr wurde in einer eigens gebildeten Arbeitsgruppe erarbeitet und präsentiert. Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen soll im Laufe dieses Jahres schrittweise erfolgen.
Der Aufbau einer Einsatzleitwagen-Gruppe wurde weiter vorangetrieben. Die Mitglieder wurden intensiv geschult, um bei größeren Schadenslagen die Einsatzleitung effektiv zu unterstützen. Im Bericht der Feuerwehrleitung wurde auch darauf hingewiesen, dass im Jahr 2025 nur 4 Unfälle im Dienstbetrieb verzeichnet wurden. Wolfgang Dreßen und Arno Adrians sind die Sicherheitsbeauftragten.
Auch außerhalb des Einsatzdienstes engagierten sich Feuerwehrangehörige auf vielfältige Weise. Eine Gruppe nahm erneut am Gedächtnislauf zu Ehren von Dr. Ernst van Aaken teil. Mehrere Feuerwehrangehörige beteiligten sich auch an sportlichen Veranstaltungen und Wettbewerben.
Anschließend präsentierte die Jugendfeuerwehr ihren Jahresbericht. Stella Hecken und Elia Lindemann berichteten über die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Besonders erfreulich war, dass mit Leon Reinhard, Alöna Dick, Paul Maaßen und Alexander Durst vier Mitglieder aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übernommen wurden. Außerdem wurde das Eintrittsalter für die Jugendfeuerwehr auf 10 Jahre gesenkt, was sich bereits positiv auf die Nachwuchsgewinnung auswirkt.
Nach dem Bericht des Geschäftsführers Thomas Bongartz über die finanzielle Lage und der anschließenden Entlastung des Vorstands wurden neue Kassenprüfer gewählt. Patrick Hönninger und Thomas Gierkens wurden einstimmig gewählt. Timo Dreßen und Arno Adrians wurden als Beisitzer bestätigt, während Thomas Bongartz erneut zum Geschäftsführer gewählt wurde.
Ein besonderer Höhepunkt der Versammlung waren die Beförderungen innerhalb der Feuerwehr. Paul Maaßen, Niklas Finger, Patrick Tennie, Tim Strathmann, Alexander Durst, Leon Reinhard, Alöna Dick und Karolina Puskaric wurden zu Feuerwehrmännern bzw. -frauen befördert. Melissa Nelissen wurde zur Hauptfeuerwehrfrau ernannt. Ron Ix und Fabian Lehnen wurden zu Unterbrandmeistern befördert. Heiko Uhing wurde zum Brandmeister ernannt. Martin Gerhards und Andre Deckers wurden zu Oberbrandmeistern befördert. Martin Bongartz wurde zum Hauptbrandmeister ernannt.
Es folgten Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft. Markus Pillen und Martin Gerhards wurden für 10 Jahre Dienst ausgezeichnet. Stefan Engel, Stefan Zangs, Christian Engbroichs und Stephan Pillen wurden für 25 Jahre Dienst geehrt. Nicole Tillmanns wurde für 35 Jahre Dienst ausgezeichnet. Peter Buffen wurde für 40 Jahre Dienst geehrt. Josef Joepen und Willi Nooten wurden für 50 Jahre Dienst ausgezeichnet.
Die Ehrungen wurden vom Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Viersen, Prof. Dr. Helmut Parsch, zusammen mit Bürgermeister Andreas Gisbertz, dem stellvertretenden Feuerwehrleiter Jochen Trumm und dem Leiter der Feuerwehr Dirk Neikes vorgenommen. Das langjährige ehrenamtliche Engagement für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger wurde besonders gewürdigt.
In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Andreas Gisbertz allen Einsatzkräften für ihren ehrenamtlichen Dienst und betonte die große Bedeutung einer gut ausgestatteten Feuerwehr. Die Gemeinde werde in den kommenden Jahren weiterhin umfangreiche Investitionen in Fahrzeuge, Gebäude, Schutzkleidung und Ausbildung tätigen. Insgesamt sind hierfür rund 4 Millionen Euro vorgesehen. Besonders hob er die erfolgreiche Arbeit der Jugendfeuerwehr hervor.
Auch Prof. Dr. Helmut Parsch ging in seiner Ansprache auf die steigenden Anforderungen im Brand- und Katastrophenschutz ein und betonte die zunehmende Bedeutung der Zusammenarbeit der Katastrophenschutzbehörden.
Zum Abschluss der Versammlung blickte der Leiter der Feuerwehr Dirk Neikes auf die veränderten Rahmenbedingungen der vergangenen Jahre zurück. Die Einsätze würden komplexer und zeitintensiver, gleichzeitig steige der organisatorische Aufwand. Themen wie Einsatzstellenhygiene, zusätzliche Spezialisierungen, die Arbeit der Einsatzleitwagen-Gruppe sowie gesetzliche Änderungen im Brand- und Katastrophenschutz stellten die Feuerwehr vor neuen Herausforderungen. Für die kommenden Jahre sind unter anderem die Beschaffung von 2 neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugen im Jahr 2027 sowie weitere Investitionen in Gebäude und Ausstattung vorgesehen.
Zum Schluss bedankte sich die Feuerwehrleitung bei der Gemeindeverwaltung, der Politik, allen Funktionsträgern, Unterstützern und den Familien der Feuerwehrangehörigen für die gute Zusammenarbeit und das Verständnis für den ehrenamtlichen Dienst.
Die Jahreshauptversammlung endete um 21:43 Uhr mit dem Wahlspruch der Feuerwehr:
Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr.
Quelle: Presseportal








