Am Mittwochabend hat die Polizei in Soest mehrere mutmaßlich gefälschte Mobiltelefone sichergestellt. Ein Mann versuchte, ein vermeintliches iPhone zu verkaufen.
Frankfurt am Main: Polizei warnt vor gefälschten Mobiltelefonen

Soest (ost)
Am Abend des Mittwochs (02.09.2026) hat die Polizei in Soest mehrere vermeintlich gefälschte Handys beschlagnahmt. Vorher soll ein Mann versucht haben, ein angebliches iPhone auf einem öffentlichen Parkplatz zu verkaufen. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor dem Kauf hochwertiger Elektronik von unbekannten Personen.
Um 19 Uhr erfuhr die Polizei, dass auf einem Parkplatz am Opmünder Weg aus einem Fahrzeug heraus Handys zum Verkauf angeboten wurden.
Ein Zeuge erzählte den Beamten, dass ihm aus einem weißen BMW heraus ein vermeintliches iPhone für 600 Euro zum Kauf angeboten wurde. Der Mann lehnte ab und informierte die Polizei. Laut seiner Aussage wurden auch anderen Passanten Handys zum Kauf angeboten.
Die Einsatzkräfte trafen kurz darauf einen weißen BMW mit ausländischem Kennzeichen an und kontrollierten das Fahrzeug. Bei dem Fahrer fanden sie ein in Folie verpacktes Handy, dessen Verpackung als iPhone 17 Pro Max gekennzeichnet war.
Auffällig waren unter anderem diverse Rechtschreib- und Formatierungsfehler auf der Verpackung. Außerdem soll auf dem Gerät ein Android-Betriebssystem installiert gewesen sein.
Bei der folgenden Durchsuchung des Fahrzeugs wurden fünf weitere Handys in folierten Verpackungen gefunden. Auch diese wiesen Merkmale auf, die auf Fälschungen hindeuten. Drei der Geräte waren unter Kleidungsstücken im Kofferraum versteckt. Weitere Handys befanden sich im Bereich des Beifahrerfußraums oder auf der Rücksitzbank.
Die Polizei stellte die Handys sicher. Die drei Personen, die angetroffen wurden, wurden nach den polizeilichen Maßnahmen freigelassen.
Die Staatsanwaltschaft Arnsberg ordnete und erhob eine Sicherheitsleistung in Höhe von jeweils 400 Euro. Die Betroffenen stimmten der Vernichtung der vermeintlich gefälschten Handys zu.
Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts auf Betrug und möglicher Verstöße im Zusammenhang mit gefälschten Markenprodukten dauern an.
Bei den drei Beschuldigten handelt es sich um einen 32-jährigen, einen 26-jährigen und eine 20-jährige Person aus Frankfurt am Main. Alle besitzen die rumänische Staatsbürgerschaft.
Die Polizei gibt Tipps: Vorsicht bei vermeintlichen Schnäppchen
Wer hochwertige Handys oder andere elektronische Geräte auf Parkplätzen, an der Haustür oder von unbekannten Personen zu auffällig günstigen Preisen angeboten bekommt, sollte besonders vorsichtig sein.
Die Polizei empfiehlt:
Wenn man Zeuge eines solchen Verkaufs wird oder selbst Opfer eines Betrugs geworden ist, sollte man den Polizeinotruf 110 wählen oder Anzeige bei der Polizei erstatten.
Generell gilt: Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist besondere Vorsicht geboten.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang der gemeldeten Fälle von 29667 im Jahr 2022 auf 21181 im Jahr 2023. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 auf 8126 im gleichen Zeitraum. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 6623 auf 7062, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 gemeldeten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt








