Am Freitag kam es zu zwei Betrugsdelikten im Kreisgebiet. Eine Seniorin wurde Opfer von Telefonbetrug, eine andere wurde von einer falschen Caritas-Mitarbeiterin belästigt.
Frankfurt am Main: Zwei Betrugsdelikte gegen Seniorinnen – Polizei warnt vor Trickbetrügern

Möhnesee-Günne/Rüthen (ost)
Am Freitag ereigneten sich im Kreisgebiet zwei Betrugsfälle, die gezielt gegen ältere Damen gerichtet waren. In einem Fall blieb es beim Versuch, im zweiten Fall entstand ein erheblicher finanzieller Schaden. Die Polizei warnt erneut vor Trickbetrügern an der Haustür und am Telefon.
Fall 1: Unbekannte Person gibt sich als Caritas-Mitarbeiterin in Möhnesee-Günne aus Am Freitag klingelte eine bislang unbekannte Frau an der Haustür einer 80-jährigen Frau in Möhnesee-Günne. Die Unbekannte gab vor, Mitarbeiterin der Caritas zu sein und erklärte, sie wolle überprüfen, ob in der Wohnung alles in Ordnung sei. Bevor die Geschädigte reagieren konnte, betrat die Verdächtige die Wohnung ohne Erlaubnis und tastete die Sitzfläche eines Stuhls ab. Die 80-Jährige reagierte schnell und erklärte, dass sie dringend zu ihrer Nachbarin müsse. Daraufhin verließ die Verdächtige die Wohnung. Es wurde nichts gestohlen, wie bisher festgestellt wurde.
Personenbeschreibung:
weiblich ca. 30-40 Jahre alt sehr groß (ca. 1,80-1,85 Meter) sehr schlank dunkle, mittellange Haare sprach mit polnischem Akzent gebrochenes Deutsch
Fall 2: Betrüger gibt sich als Bank- und BKA-Mitarbeiter in Rüthen aus Auch am Freitag wurde eine 82-jährige Frau aus Rüthen Opfer eines Telefonbetrugs. Ein unbekannter Mann rief die Seniorin an und gab sich zunächst als Mitarbeiter ihrer Bank aus. Er behauptete, es habe verdächtige Transaktionen gegeben und er benötige dringend Zugriff auf ihr Online-Banking.
Während des etwa 40-minütigen Gesprächs wurde die Geschädigte mehrmals aufgefordert, bestimmte Freigaben auf ihrem Handy zu erteilen. Auf diese Weise erlangte der Täter Zugriff auf ihr Konto. Als die Seniorin skeptisch nachfragte, mit wem sie sprach, gab sich der Mann als Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes in Frankfurt aus und behauptete, im Bereich Wirtschaftskriminalität tätig zu sein.
Der Täter instruierte die Frau auch, niemandem von dem Anruf zu erzählen. Nachdem das Gespräch beendet war, informierte die Geschädigte ihre Tochter und dann ihre Bank. Es stellte sich heraus, dass bereits ein hoher Geldbetrag von ihrem Konto auf ein fremdes Konto überwiesen worden war.
Die Ermittlungen sind im Gange.
Tipps zur Vorbeugung der Polizei So schützen Sie sich vor Betrug an der Haustür:
So schützen Sie sich vor Telefonbetrug: -Banken, Polizei oder Staatsanwaltschaft fordern niemals telefonisch Zugangsdaten, TANs oder Freigaben an.
Quelle: Presseportal








