Die Feuerwehr trainierte die Wasserversorgung über lange Wegstrecken bei einem Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Betrieb.
Freiwillige Feuerwehr Bedburg-Hau übt Jahresübung

Bedburg-Hau (ost)
Ein Großfeuer auf einem landwirtschaftlichen Betrieb – und das Löschwasser ist nicht in der Nähe. Für die Feuerwehr kann dies im Notfall eine entscheidende Herausforderung darstellen. Wie man mit einer solchen Situation umgehen kann, hat die Freiwillige Feuerwehr Bedburg-Hau bei ihrer diesjährigen Jahresübung am vergangenen Samstag geübt. Etwa 55 Einsatzkräfte waren beteiligt.
Es wurde angenommen, dass es bei Schweißarbeiten auf einem landwirtschaftlichen Betrieb zu einem Unfall kam. Durch Funkenflug geriet der Reifen eines anderen Fahrzeugs in Brand. Bei Löschversuchen kam es zu einer Explosion, zwei Personen wurden verletzt und eine weitere Person galt zunächst als vermisst. Anschließend breitete sich das Feuer auf weitere Gebäudeteile aus.
Im Gegensatz zu den Übungen der vergangenen Jahre lag der Schwerpunkt diesmal nicht hauptsächlich auf Brandbekämpfung und Rettung von Menschen, sondern auf der Wasserversorgung über lange Strecken. Gerade in ländlichen Gebieten und Endlagen der Gemeinde ist dies ein wichtiger Einsatzfall.
Das THW-Ortsverband Kleve unterstützte die Feuerwehr mit sechs Einsatzkräften. Erstmals kamen zwei neue Faltbehälter mit jeweils etwa 5.000 Litern Fassungsvermögen zum Einsatz. Zusätzlich wurde ein Pendelverkehr zum Schloss Moyland eingerichtet. Dort wurde Wasser aus dem Schlossgraben entnommen und zur Einsatzstelle transportiert. Insgesamt waren während der Übung etwa 15.000 Liter Wasser im Pendelverkehr unterwegs.
Auch für das THW war der Einsatz eine wichtige praktische Erprobung der neuen Wasserbehälter und der Zusammenarbeit mit der Feuerwehr. “Bei einem größeren Brand sind selbst 10.000 Liter Löschwasser schnell verbraucht. Deshalb müssen solche Konzepte regelmäßig unter realistischen Bedingungen geübt werden”, erklärte die Feuerwehr.
Zum dritten Mal in Folge waren auch Vertreter der Lokalpolitik als Gäste anwesend. Während des Übungseinsatzes wurden sie durch das Geschehen geführt und erhielten Einblicke in die Abläufe, Führungsstrukturen und Aufgabenverteilung an einer Einsatzstelle. Der direkte Austausch zwischen Feuerwehr und Politik ist für beide Seiten wichtig und wird entsprechend geschätzt.
Nach etwa zweieinhalb Stunden war die Übung vorbei. Das Feuer wurde gelöscht, die vermissten Personen gerettet und die Wasserversorgung sichergestellt. Neben den 55 Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Bedburg-Hau waren sechs Einsatzkräfte des THW-Ortsverbandes Kleve beteiligt.
Quelle: Presseportal








