Ein 22-jähriger Dortmunder, erst seit wenigen Monaten im Besitz einer Fahrerlaubnis, wurde betrunken und mit über 140 km/h auf der Autobahn erwischt. Sein Führerschein wurde eingezogen und erwartet nun mehrere Verfahren.
Führerschein nach kurzer Zeit weg: Fahranfänger betrunken und zu schnell unterwegs

Dortmund (ost)
Lfd. Nr.: 0021
In der Nacht zum Samstag (10.01.) versuchten Einsatzkräfte, ein Fahrzeug auf der A40 zu kontrollieren. Der Fahrer floh zunächst. Als Konsequenz wird der Mann, der erst seit einigen Monaten im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, zukünftig zu Fuß gehen.
Um 3:15 Uhr bemerkte die Besatzung eines zivilen Streifenwagens einen Seat Ibiza auf der A40 in Richtung Essen. Bei erlaubten 100 km/h und Schneefall war der Fahrer mit einer Geschwindigkeit von über 140 km/h deutlich zu schnell unterwegs. An der Ausfahrt Bochum-Freudenbergstraße wollten die Polizisten das Fahrzeug für eine Verkehrskontrolle stoppen. Zunächst folgte der Fahrer dem Streifenwagen, wechselte dann aber zurück auf die Autobahn und beschleunigte.
Die Beamten nahmen die Verfolgung auf, die bis nach Essen führte. An der Ausfahrt Essen-Frillendorf verließ der Fahrer die Autobahn und fuhr innerstädtisch weiter. Auch hier war er mit bis zu 90 km/h deutlich zu schnell und ignorierte mehrere rote Ampeln. Glücklicherweise wurden keine anderen Verkehrsteilnehmer durch sein riskantes Fahrverhalten gefährdet.
Schließlich bog der Fahrer in die Straße „Am Achternberg“ ab, wo er seinen Seat schließlich stoppen musste – die Straße ist eine Sackgasse. Die Beamten nahmen den Fahrer, einen 22-jährigen Dortmunder, vorläufig fest. Auf dem Rücksitz befand sich auch ein 19-jähriger Dortmunder. Bei der Festnahme bemerkten die Beamten deutlichen Alkoholgeruch beim Fahrer. Ein freiwilliger Atemalkoholtest bestätigte den Verdacht: Der 22-Jährige war betrunken. Die Beamten ordneten daher eine Blutprobe an.
Bei einer Abfrage in den polizeilichen Informationssystemen waren die Beamten überrascht: Der 22-jährige Fahrer ist Fahranfänger und hat seine Fahrerlaubnis erst seit wenigen Monaten. Für Fahranfänger gilt während der Probezeit die Null-Promille-Grenze. Die Beamten stellten den Führerschein sicher. Der Mann wird nun wegen Trunkenheit im Verkehr sowie mehrerer Ordnungswidrigkeiten (Rotlichtverstöße, Geschwindigkeitsüberschreitungen und Missachtung von Verkehrszeichen) strafrechtlich verfolgt. Außerdem wurde ein Bericht an die zuständige Straßenverkehrsbehörde erstellt – diese wird prüfen, ob der 22-Jährige die charakterliche Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen besitzt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 637.365 Unfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle (87,36%). Von den Unfällen ereigneten sich 55.296 innerorts (8,68%), 17.437 außerorts (2,74%) und 6.889 auf Autobahnen (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








