Verkehrssicherheitskampagne warnt vor Risiken des Fahrens in falscher Fahrtrichtung. Unfälle vermeiden und Verkehrsraum sicherer gestalten.
Geisterradeln in Kreis Warendorf

Warendorf (ost)
Die Sicherheitskampagne im Straßenverkehr warnt vor den Gefahren des Fahrens in falscher Richtung.
Es kommt immer wieder zu gefährlichen Situationen auf Radwegen und Straßen, weil Radfahrer und E-Scooter-Fahrer entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung unterwegs sind. Dieses Verhalten, das umgangssprachlich als „Geisterradeln“ bezeichnet wird, stellt eine große Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer dar und kann schwerwiegende Konsequenzen haben.
Radwege, Kreuzungen und Einmündungen sind normalerweise für den regulären Verkehrsfluss ausgelegt. Wenn man entgegen der Fahrtrichtung fährt, wird man von anderen Verkehrsteilnehmern oft nicht erwartet. Autofahrer achten beim Abbiegen oft auf Radverkehr aus der richtigen Richtung. Wenn ein Fahrrad oder E-Scooter plötzlich von der anderen Seite kommt, verkürzt sich die Reaktionszeit erheblich. Auch für Fußgänger entstehen zusätzliche Risiken, vor allem auf gemeinsam genutzten Wegen.
Die möglichen Konsequenzen reichen von beinahe Unfällen über Sachschäden bis hin zu schweren Verletzungen. Untersuchungen zur Verkehrssicherheit zeigen, dass das Unfallrisiko beim Fahren in falscher Richtung deutlich höher ist. Besonders an Kreuzungen und Grundstücksausfahrten steigt die Kollisionsgefahr.
Wer als „Geisterradler“ von der Polizei erwischt wird, muss mit Verwarnungsgeldern in Höhe von 20 bis 35 Euro rechnen.
Die Verkehrssicherheitskampagne richtet sich an alle Radfahrer und E-Scooter-Fahrer:
Verkehrssicherheit beruht auf gegenseitiger Erwartbarkeit. Regeln im Straßenverkehr dienen nicht der Schikane, sondern helfen dabei, das Verhalten aller Beteiligten vorhersehbar zu machen. Wer in der richtigen Richtung fährt, trägt dazu bei, Unfälle zu vermeiden und den Verkehrsraum für alle sicherer zu machen.
Daher: „Richtig fahren. Sicher ankommen. Kein Geisterradeln.“
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% entspricht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








