Die Bundespolizei vollstreckte Haftbefehle an verschiedenen Orten, darunter ein Syrer mit abgelaufenem Reiseausweis und ein Rumäne wegen Diebstahl.
Geldern: Haftbefehle vollstreckt, vorübergehende Grenzkontrollen und Airport Weeze

Kleve – Kempen – Straelen – Emmerich – Weeze (ost)
Am Mittwochmorgen, dem 13. Mai 2026, übergaben die niederländischen Behörden der Bundespolizei auf der Autobahn 40 in Straelen einen 28-jährigen Syrer. Der Mann hatte zuvor bei seiner Einreise in die Niederlande seinen abgelaufenen Reiseausweis für Flüchtlinge der Stadt Magdeburg vorgelegt. Eine Überprüfung der Personalien ergab, dass die Person aufgrund von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz von der Staatsanwaltschaft Würzburg zur Festnahme ausgeschrieben war. Der Gesuchte wurde vorläufig festgenommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen im Bundespolizeirevier Kempen dem Haftrichter am Amtsgericht Geldern vorgeführt.
Ein 26-jähriger Rumäne wurde am Mittwochabend als Beifahrer in einem in Bulgarien zugelassenen PKW von der Bundespolizei auf der Autobahn 3 am Rastplatz Knauheide kontrolliert, als er aus den Niederlanden einreiste. Bei der Überprüfung der Personalien stellte sich heraus, dass er wegen Diebstahls von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth per Haftbefehl gesucht wurde. Der Gesuchte konnte vor Ort die drohende 15-tägige Haftstrafe abwenden, indem er die Geldstrafe in Höhe von 1500 Euro bei der Bundespolizei zahlte. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte er seine Reise fortsetzen.
Am späten Mittwochabend überprüfte die Bundespolizei am Flughafen Weeze die Personalien einer 30-jährigen Deutschen, die aus Mailand Bergamo eingereist war. Es stellte sich heraus, dass die Reisende wegen Betrugs von der Staatsanwaltschaft Münster per Haftbefehl gesucht wurde. Durch Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 1200 Euro auf der Dienststelle am Flughafen konnte die Verurteilte die drohende 20-tägige Haftstrafe abwenden und ihre Reise fortsetzen.
Ein 37-jähriger Niederländer reiste am Donnerstagmorgen, dem 14. Mai 2026, aus Faro kommend am Flughafen Weeze nach Deutschland ein. Bei der Überprüfung der Personalien stellte sich heraus, dass er wegen Totschlags von der Staatsanwaltschaft Gießen per Untersuchungshaftbefehl gesucht wurde. Der Mann wurde vor Ort verhaftet und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen dem Haftrichter am Amtsgericht Kleve vorgeführt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Trotz einer Zunahme der Fälle konnten im Jahr 2023 mehr Fälle gelöst werden, nämlich 65532 im Vergleich zu 63352 im Jahr 2022. Die Anzahl der Verdächtigen sank jedoch von 56367 auf 57879. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland, die die höchste Anzahl von Drogenfällen verzeichneten, lag Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73917 Fällen an der Spitze.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








