Bei einer Kontrolle im Gelsenkirchener Hauptbahnhof wurden hunderte Gramm Betäubungsmittel sichergestellt. Der 42-jährige Deutsche wurde vorläufig festgenommen und seine Wohnung durchsucht.
Gelsenkirchen: Drogenfund im Hauptbahnhof – Bundespolizei beschlagnahmt Amphetamine

Gelsenkirchen (ost)
Während einer Überprüfung am Hauptbahnhof Gelsenkirchen haben Beamte der Bundespolizei mehrere hundert Gramm vermutliche Betäubungsmittel beschlagnahmt. Daraufhin folgten die vorläufige Festnahme und eine Durchsuchung der Wohnung. Am 20. Februar 2026 gegen 18:30 Uhr kontrollierten Bundespolizisten einen 42-jährigen deutschen Bürger am Hauptbahnhof Gelsenkirchen. Auf die Frage nach gefährlichen oder verbotenen Gegenständen verneinte der Mann. Bei der anschließenden Durchsuchung seines Rucksacks fanden die Beamten einen Beutel mit einer weißen Substanz und ein verschlossenes Tütchen mit weißen Kristallen. Aufgrund des äußeren Erscheinungsbilds bestand der Verdacht, dass es sich um Betäubungsmittel handelte. Die Substanzen wurden sichergestellt. Ein vor Ort durchgeführter Drogenschnelltest war positiv. Nach ersten Untersuchungen handelte es sich um etwa 215 Gramm Amphetamin und etwa 9 Gramm MDMA. Der 42-jährige Mann aus Werne wurde mit den Vorwürfen konfrontiert, belehrt und vorläufig festgenommen. Er machte von seinem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch. Nach Rücksprache mit der örtlichen Kriminalwache der Polizei Gelsenkirchen wurde über die Staatsanwaltschaft eine Durchsuchung der Wohnräume des Verdächtigen angeregt. Diese wurde in Werne von Einsatzkräften der Polizei Unna durchgeführt. Die Bundespolizisten machten Fotos des Verdächtigen und nahmen seine Fingerabdrücke. Danach wurde er in Polizeigewahrsam genommen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und der Wohnungsdurchsuchung wurde der Verdächtige aus dem Gewahrsam entlassen. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz ein.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 weiter an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wobei 63.352 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 56.367 Verdächtige, darunter 49.610 Männer, 6.757 Frauen und 16.655 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 73.917, wobei 65.532 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 57.879 Verdächtige, darunter 51.099 Männer, 6.780 Frauen und 18.722 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von registrierten Drogenfällen mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








