Die Bundespolizei traf vermummte Männer im Zug an und stellte eine Anscheinswaffe sicher. Eine Gefahr für die Reisenden bestand zu keiner Zeit.
Gelsenkirchen Hauptbahnhof: Anscheinswaffe bei vermummtem Reisenden sichergestellt

Gelsenkirchen (ost)
Am Samstagabend meldeten mehrere Reisende zwei vermummte Personen mit einer vermeintlichen Waffe in einem Regionalexpress nach Essen. Die Bundespolizei traf die Männer an und nahm eine Anscheinswaffe in Besitz.
Am Samstagmorgen (30. Mai) gegen 10:50 Uhr gingen mehrere Notrufe bei der Polizei Gelsenkirchen ein. Zeugen berichteten von vermummten Personen in einem Regionalexpress der Linie RE 42 in Richtung Essen Hauptbahnhof. Den Anrufern zufolge sollen die Männer eine Waffe sowie eine griffbereite Schere bei sich gehabt haben.
Die Bundespolizei traf den 29-jährigen Deutschen und seinen 21-jährigen ungarischen Begleiter im Zug am Gelsenkirchener Hauptbahnhof an. Beide Männer trugen Masken. Einer hatte eine Sturmhaube vollständig über sein Gesicht gezogen, während der andere sie über die Stirn gezogen hatte. Zudem hatten beide schwarze Tarnfarbe im Bereich von Augen, Wangen und Nase aufgetragen.
Die Bundespolizisten forderten die Männer auf, den Zug zu verlassen. Der Deutsche trug militärisch anmutende Kleidung, einen Einsatzgürtel, ein Waffenholster und eine darin befindliche Nachbildung einer Waffe.
Die Beamten nahmen die Soft-Air-Waffe aus dem Holster und beschlagnahmten sie sofort.
Bei der Identitätsfeststellung gab der bereits polizeibekannte Deutsche nach erfolgter Belehrung an, dass er zusammen mit seinem obdachlosen Begleiter auf dem Weg zu einer japanischen Kultur- und Anime-Messe in Düsseldorf sei.
Nachdem der Gevelsberger sein Kostüm abgelegt hatte, erlaubten die Beamten beiden Männern die Weiterreise nach Düsseldorf.
Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ein und sicherte die Videoaufzeichnungen aus dem Zug. Zu keinem Zeitpunkt bestand eine Gefahr für die Reisenden.
Quelle: Presseportal








