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Gelsenkirchen: Kinder legen Schottersteine auf Gleise

Am 3. Oktober verursachten Kinder im Bereich des Hauptbahnhofs Gelsenkirchen eine Schnellbremsung, als ein ICE über die von ihnen gelegten Schottersteine fuhr. Die Bundespolizei warnt vor den lebensgefährlichen Konsequenzen eines Aufenthalts im Gleisbereich.

Foto: Depositphotos

Gelsenkirchen (ost)

Am 3. Oktober haben einige Kinder Schottersteine auf die Schienen im Bereich des Gelsenkirchener Hauptbahnhofs gelegt. Ein ICE ist über die Steine gefahren, was dazu führte, dass der Lokführer eine Notbremsung einleiten musste.

Um 17:15 Uhr informierte die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn die Bundespolizei darüber, dass sich Kinder im östlichen Einfahrtsbereich des Hauptbahnhofs Gelsenkirchen aufhielten. Sofort wurde eine Sichtfahrt für den betroffenen Streckenabschnitt angeordnet. Die Einsatzkräfte sahen die Kinder aus der Ferne im Gleisbereich, wo sie zunächst in unbekannte Richtung flüchteten und sich nicht mehr im Gleisbereich aufhielten. Bei einer Nahbereichsfahndung trafen die Beamten auf drei Mädchen deutscher Staatsangehörigkeit im Alter von 11, 12 und 14 Jahren, alle wohnhaft in Gelsenkirchen. Gleichzeitig überfuhr der ICE 916 die auf die Weiche gelegten Schottersteine und leitete eine Notbremsung ein. An der Weiche entstand Sachschaden. Die Passagiere im Zug wurden nicht verletzt. Die Strecke wurde daraufhin vollständig gesperrt. Vier Züge (zwei ICE, zwei Regional-Express-Züge) kamen auf freier Strecke zum Stehen. Unter der Aufsicht des Notfallmanagers konnten die beiden Regionalbahnen langsam in den Hauptbahnhof einfahren. Die ICEs setzten ihre Fahrt nach Abschluss der Überprüfungen fort. Der Vorfall führte zu erheblichen Ausfällen und Verspätungen im Bahnverkehr. Die drei Mädchen gaben den Beamten gegenüber an, dass sie die Steine aus Neugier auf die Weiche gelegt haben. Ein weiterer männlicher Tatverdächtiger (kosovarisch, 13) wurde von den Bundespolizisten im Nachhinein festgenommen. Die Einsatzkräfte brachten die drei Minderjährigen zur Dienststelle und übergaben sie nach Rücksprache mit ihren Erziehungsberechtigten. Die Beamten führten Präventionsgespräche durch und informierten die Erziehungsberechtigten über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Sachbeschädigung, Störung öffentlicher Betriebe sowie ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des unbefugten Aufenthalts im Gleisbereich. Die Ermittlungen zur genauen Schadenshöhe dauern an.

Die Bundespolizei weist erneut darauf hin, wie leichtsinnig und lebensgefährlich ein Aufenthalt im Gleisbereich ist. Moderne Züge sind heutzutage meist erst zu hören, wenn es bereits zu spät sein könnte. Zudem können diese nicht ausweichen. Tödliche Gefahren gehen dabei nicht nur vom Zugverkehr an sich, sondern auch von Betriebsanlagen, wie zum Beispiel stromführenden Teilen, Masten und anderer Infrastruktur, aus. Präventionshinweise gibt es unter anderem im Internet unter: https://bundespolizei.de/sicher-im-alltag/sicher-auf-bahnanlagen#

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% der Gesamtzahl entspricht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Bei den Verkehrsunfällen kamen insgesamt 450 Menschen ums Leben, 11.172 wurden schwer verletzt und 68.000 leicht verletzt.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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