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Gemeinsamer Schwerpunkteinsatz in Siegener Innenstadt

Polizei nimmt 15-jährigen Ladendieb nach räuberischem Diebstahl fest. Weitere Strafanzeigen und Haftbefehl.

Foto: Depositphotos

Siegen (ost)

Nachdem Freya bereits erfolgreich in der Innenstadt eingesetzt wurde und Drogenverstecke entdeckt hat – wie von der Polizei berichtet https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/65854/6331248 – fand am gestrigen Donnerstag (13. August 2026) ein gemeinsamer Schwerpunkteinsatz des Ordnungsamtes der Stadt Siegen, der Bundespolizei und der Siegener Polizei statt, der ebenfalls erfolgreich verlief. Während des Einsatzes wurden zwischen 10:00 Uhr und 17:30 Uhr zahlreiche Personen kontrolliert.

Zudem beobachteten verdeckte Beamte während des Einsatzes gegen 15:20 Uhr einen Drogenhandel im Herrengarten. Ein 28-jähriger Mann verkaufte Marihuana an einen 41-jährigen Mann. Beide wurden daraufhin kontrolliert und durchsucht. Bei dem 28-Jährigen fanden die Beamten weiteres Marihuana und Bargeld. Dies wurde sichergestellt. Der Mann erhielt einen Platzverweis. Erwartet wird ein Strafverfahren gegen ihn.

Nur kurze Zeit später, um 15:45 Uhr, ereignete sich ein räuberischer Ladendiebstahl in einem Elektronikfachhandel in der City Galerie. Die Beamten waren schnell vor Ort. Ersten Informationen zufolge steckte ein 15-Jähriger zwei Laptops ein und verließ das Geschäft, ohne zu bezahlen. Ein aufmerksamer 28-jähriger Zeuge hatte den Jugendlichen zuvor beobachtet und angesprochen. Der Jugendliche versuchte zu fliehen und griff den 28-Jährigen mit einer Tasche an. Da die Identität des Jungen vor Ort nicht eindeutig festgestellt werden konnte, brachten ihn die Beamten zur Bundespolizei für weitere kriminalpolizeiliche Maßnahmen. Dabei leistete er Widerstand.

Weitere Untersuchungen ergaben, dass gegen den 15-Jährigen bereits ein Haftbefehl vorlag. Daher wurde er vorläufig festgenommen und zur Polizeiwache in Siegen gebracht. Ihm drohen mehrere Anklagen. Der 15-Jährige wurde heute einem Haftrichter vorgeführt aufgrund des bestehenden Haftbefehls.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 56367 auf 57879. Darunter waren 49610 männliche Verdächtige und 6757 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 51099 männliche und 6780 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 auf 18722. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten registrierten Drogenfällen im Jahr 2023 – 73917 – liegt Nordrhein-Westfalen knapp darunter.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

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