Die Polizei zieht Wochenbilanz über Alkohol- und Drogenverstöße im Straßenverkehr. Zahlreiche Fahrzeugführer wurden kontrolliert und Verstöße festgestellt.
Gescher: Verkehrskontrollen im Kreis Borken

Kreis Borken (ost)
Ein Autofahrer fiel am Sonntagnachmittag auf der A31 durch seine unsichere Fahrweise auf. Er fuhr mit seinem Fahrzeug in Richtung Emden auf der Autobahn. Zeugenberichten zufolge geriet das Auto von der Straße ab und fuhr in Schlangenlinien. Die hinzugezogenen Polizeibeamten trafen den Mann auf dem Pendlerparkplatz im Bereich der Anschlussstelle Gescher/Coesfeld an. Zuerst wollte der Rosendahler sich nicht kontrollieren lassen und setzte seine Fahrt fort. Die kurze Flucht endete in einem zugewachsenen Straßengraben. Ein freiwilliger Atemalkoholvortest ergab einen Wert von 2,42 Promille. Die Beamten brachten den Mann zur Polizeiwache nach Ahaus, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Außerdem stellte sich heraus, dass er keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Die Polizei leitete ein Strafverfahren ein.
Außerdem gab es im Kreisgebiet weitere Verstöße: Im Nordkreis registrierte die Polizei neben dem genannten Fall einen weiteren Alkoholverstoß in Stadtlohn und Gronau. In Gronau standen zudem drei Verkehrsteilnehmer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, in Ahaus einer.
Im Südkreis stellten die Beamten in Borken drei alkoholisierte Fahrzeugführer fest, in Heiden zwei. In Borken und in Isselburg kontrollierten die Einsatzkräfte jeweils einen Fahrer, der unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand.
Die Polizei warnt: Finger weg von Alkohol und Drogen! Wer berauscht am Straßenverkehr teilnimmt, gefährdet sich und andere – egal, ob man mit dem Auto, dem Pedelec, dem Fahrrad oder einem E-Scooter unterwegs ist. Schon geringe Mengen können die Fahrtüchtigkeit erheblich beeinträchtigen und zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr führen. Es drohen hohe Strafen oder der Entzug der Fahrerlaubnis. Oft ist eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) erforderlich. (sb)
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 73.917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63.352 im Jahr 2022 auf 65.532 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 56.367 im Jahr 2022 und 57.879 im Jahr 2023. Von diesen Verdächtigen waren 49.610 männlich und 6.757 weiblich im Jahr 2022, während es 51.099 männliche und 6.780 weibliche Verdächtige im Jahr 2023 gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16.655 im Jahr 2022 auf 18.722 im Jahr 2023. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen im Jahr 2023 – 73.917 – liegt Nordrhein-Westfalen nicht weit dahinter.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63250 Unfälle mit Personenschaden, was 9.92% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13559 Fälle aus, was 2.13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren 3764, was 0.59% aller Unfälle entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556792, was 87.36% aller Unfälle ausmacht. Innerorts gab es 55296 Unfälle (8.68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17437 Unfälle (2.74%) und auf Autobahnen 6889 Unfälle (1.08%). Die Anzahl der Getöteten lag bei 450, Schwerverletzten bei 11172 und Leichtverletzten bei 68000.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








