Ein 43-jähriger Hausbewohner wurde bei einem versuchten Tötungsdelikt durch Rauchgas verletzt. Die Polizei sucht dringend nach dem Tatverdächtigen.
Gesuchter Mann in Bornheim-Roisdorf

Bornheim (ost)
Am 02.03.2026 wurde gegen 03:00 Uhr an der Hauseingangstür eines Mehrparteienwohnhauses in der Siegesstraße in 53332 Bornheim-Roisdorf eine brennbare Flüssigkeit ausgebracht und entzündet (siehe dazu unsere Meldung vom 02.03.2026, 08:05 Uhr: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/7304/6226399). Zum Zeitpunkt der Tat befanden sich zehn Personen im Gebäude. Die Bewohner des Erdgeschosses wurden durch den Alarm des Rauchmelders im Flur geweckt und konnten das Feuer an der Tür selbst löschen. Dabei wurde ein 43-jähriger Bewohner durch Rauchgas verletzt. Eine Mordkommission der Bonner Polizei unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Thomas Winterscheidt und Oberstaatsanwältin Claudia Heitmann von der Bonner Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen aufgrund der Umstände.
Es stellte sich heraus, dass der Verdächtige mit einem E-Scooter zum Tatort gefahren war und dabei an einem nahegelegenen Bahnübergang gefilmt wurde. Zudem ergab die Untersuchung am Tatort in der Siegesstraße eine DNA-Übereinstimmung mit DNA, die nach einem Raubüberfall in Bornheim-Roisdorf am 08.12.2023 gesichert wurde. Dort hatten zwei maskierte Männer einen Kiosk an der Bonner Straße unter Vorhalt einer Schusswaffe überfallen (siehe dazu unsere Meldung vom 11.12.2023, 10:09 Uhr: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/7304/5669142). Der Verdächtige wurde während des Überfalls gefilmt, und ein möglicher Ausschnitt eines Tattoos an seiner linken Hand ist Teil der Fahndung.
Da die Ermittlungen bisher nicht zur Identifizierung des Verdächtigen geführt haben, werden die Bilder nun auf Anordnung eines Richters veröffentlicht. Sie sind im Fahndungsportal der Polizei NRW unter https://polizei.nrw/fahndung/198408 verfügbar.
Personen, die Informationen zur Identität des Verdächtigen haben, werden gebeten, sich mit dem Kriminalkommissariat 11 unter der Telefonnummer 0228 15-0 oder per E-Mail an KK11.Bonn@polizei.nrw.de in Verbindung zu setzen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 im Jahr 2022 auf 443 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 im Jahr 2022 auf 671 im Jahr 2023. Davon waren 458 männlich, 60 weiblich und 206 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Mordfälle in Deutschland mit insgesamt 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








