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Ghost Pairing: Messenger-Konto gehackt und Zahlungen verschickt

Unbekannte kapern WhatsApp-Konto und versenden Zahlungsaufforderungen. Opfer werden zum Klicken verleitet, Polizei warnt vor “Ghost Pairing” und gibt Sicherheitstipps.

Foto: unsplash

Balve (ost)

Unbekannte haben das WhatsApp-Konto eines 58-jährigen Balvers gekapert. Am Donnerstag gegen Mittag hatte der Balver eine Message bekommen, die von Meta zu kommen schien. Darin wurde er aufgefordert, sein-Messenger-Konto zu “verifizieren”. Das tat er. In der Folge bekamen seine Telefonkontakte angeblich von ihm Zahlungsaufforderungen. Der Messenger-Dienst registrierte den verdächtigen Massenversand und sperrte das Konto des Balvers. Er erstattete Anzeige bei der Polizei.

Die Täter machen ihre Opfer zum Handlanger, indem sie deren Konten kapern. Die Betrugs-Nachrichten ziehen immer weitere Kreise. Da die Nachricht von einem Freund oder Bekannten zu kommen scheint, lassen sich immer mehr Nutzer der nützlichen Messenger-Dienste zum Klicken verleiten.

Den Tätern geht es darum, den Zugang zu den Messenger-Konten zu bekommen. Es hat sich der Begriff des “Ghost Pairing” eingebürgert. In vielen Fällen bekamen Nutzer des Online-Dienstes die Bitte angeblich von einem Bekannten, an einem Voting teilzunehmen oder für jemanden “abzustimmen”. Die Täter bringen ihre Opfer dazu, einem Link zu folgen und dort ihre Messenger-Zugangsdaten erneut einzugeben. Die Betroffenen loggen sich jedoch in diesem Augenblick nicht wirklich bei ihrem Dienst ein, sondern sie öffnen den Tätern Zugang zu ihrem Konto. Wie von Geisterhand werden ab diesem Zeitpunkt Nachrichten über das Konto des Opfers verschickt.

Nutzer des Dienstes sollten in den Einstellungen prüfen, ob unbekannte weitere Geräte mit dem Konto verknüpft sind, und diese entfernen. Eine Einstellung lässt sich vorbeugend vornehmen: Die Polizei rät, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung einzurichten. Werden neue Geräte angemeldet, so muss die Anmeldung auf einem zweiten Weg bestätigt werden. Der Nutzer bekommt dann zum Beispiel eine SMS. Generell sollten Nutzer vorsichtig sein beim Klick auf Links oder beim Scannen von QR-Codes – selbst wenn diese scheinbar von Freunden kommen.

Weitere Infos, auch zu weiteren Sicherheitsrisiken, gibt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

(cris)

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang der gemeldeten Fälle von 29667 auf 21181. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 auf 8126. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 6623 auf 7062, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Jahr 2023 wurden 4726 männliche und 2336 weibliche Verdächtige registriert. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 2072 auf 2159. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 29.667 21.181
Anzahl der aufgeklärten Fälle 7.667 8.126
Anzahl der Verdächtigen 6.623 7.062
Anzahl der männlichen Verdächtigen 4.478 4.726
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.145 2.336
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 2.072 2.159

Quelle: Bundeskriminalamt

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