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Grenzkontrollen: Bundespolizei vollstreckt Haftbefehle

Die Bundespolizei vollstreckte am Wochenende Haftbefehle bei Reisenden aus den Niederlanden und Rumänien sowie einem Marokkaner aufgrund verschiedener Delikte.

Foto: Depositphotos

Kleve – Kempen – Wachtendonk – Gronau (ost)

Am Freitagmorgen hat die Bundespolizei Reisende in einem grenzüberschreitenden Reisebus kontrolliert, als sie aus den Niederlanden auf der Autobahn 40 in Wachtendonk einreisten. Die Personalien einer 28-jährigen Afghanin wurden überprüft. Eine Überprüfung der Datenbanken ergab, dass die Frau aufgrund eines Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Fulda wegen Diebstahls gesucht wird. Der Bruder der Frau zahlte die fällige Geldstrafe von 450 Euro bei der Polizei in Backnang und konnte so die drohende 30-tägige Haftstrafe verhindern. Nach Abschluss der Maßnahmen durfte die Frau ihre Reise fortsetzen.

Auf der Nimweger Straße in Kleve wurde am Samstagmorgen ein 27-jähriger Rumäne von der Bundespolizei kontrolliert. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass der Mann aufgrund eines Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis gesucht wird. Ein Bekannter zahlte die fällige Geldstrafe von 400 Euro bei der Bundespolizei für den Mann und konnte so die drohende elftägige Haftstrafe verhindern. Nach Abschluss der Maßnahmen durfte der Rumäne seine Reise fortsetzen.

Am Sonntagabend kontrollierte die Bundespolizei am Bahnhof in Gronau einen 31-jährigen Marokkaner, der als Fahrgast in der Regionalbahn 54 unterwegs war. Die Staatsanwaltschaft Münster suchte ihn zur Vermögensabschöpfung wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Bundespolizei zog den geforderten Betrag von 33 Euro ein und erlaubte dem Marokkaner anschließend die Weiterreise.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wovon 63.352 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 56.367 Verdächtige, darunter 49.610 Männer, 6.757 Frauen und 16.655 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 73.917, wobei 65.532 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 57.879, darunter 51.099 Männer, 6.780 Frauen und 18.722 Nicht-Deutsche. Nordrhein-Westfalen verzeichnete somit die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

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