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Groß angelegter Kfz-Betrug in Asbach aufgedeckt

Ein mutmaßlicher Kfz-Betrüger wurde in Asbach festgenommen, nachdem mehrere Fälle von Kfz-Betrug aufgedeckt wurden.

Foto: Depositphotos

Düsseldorf (ost)

Montag, 13. Oktober 2026

Ein Verdächtiger, der in mehreren Fällen gestohlene Fahrzeuge mit gefälschten Papieren unter falscher Identität über Internetplattformen angeboten und bei Verkaufstreffen verkauft hat, wurde gestern Morgen in Asbach (Rheinland-Pfalz) festgenommen, nachdem intensive Ermittlungen durchgeführt wurden. Ermittlerteams aus Düsseldorf und der Kriminaldirektion Koblenz arbeiteten gemeinsam an dem Fall.

Die Düsseldorfer Ermittler des Kriminalkommissariats 15 nahmen den 32-jährigen serbischen Staatsbürger ins Visier, weil er eine bekannte Betrugsmasche im Zusammenhang mit Kfz-Betrug angewendet haben soll. In einem ähnlichen Fall (ohne Bezug auf den aktuellen Sachverhalt) hatten wir bereits im März dieses Jahres berichtet. Siehe: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/13248/6238095

Am 1. Februar 2026 soll der 32-Jährige einem Zeugen einen Toyota Corolla angeboten haben und ein Treffen zum Verkauf am Höherweg in Düsseldorf vereinbart haben. Dieses Fahrzeug war jedoch kurz zuvor in den Niederlanden gestohlen worden. Beim Verkauf nutzte der Verdächtige angeblich einen Alias-Namen. Bei diesem Treffen übergab er nach einer Anzahlung dem Zeugen und Geschädigten die Fahrzeugschlüssel und gefälschte Papiere. Beim nächsten Treffen wurde dem Geschädigten dann ein Rucksack mit Bargeld und Elektronikartikeln aus seinem Fahrzeug gestohlen.

Im April 2026 soll der 32-Jährige einen Hyundai an einen anderen Geschädigten für 20.000 Euro “verkauft” haben. Auch dieses Fahrzeug wurde kurz zuvor in den Niederlanden gestohlen. Bei diesem Verkaufstermin in einem Parkhaus an der Goebenstraße soll der Verdächtige wieder unter falschem Namen aufgetreten sein. Im Mai 2026 soll er angeblich einen gestohlenen Toyota Corolla bei einem Treffen am Höherweg in Düsseldorf für 24.500 Euro “veräußert” haben. Auch hier sollen gefälschte Papiere und falsche Angaben verwendet worden sein. Im Juni 2026 soll der 32-jährige Tatverdächtige einen in Frankreich gestohlenen Audi für 21.500 Euro in der Straße An der Icklack in Düsseldorf verkauft haben.

In allen genannten Fällen konnten die Käufer rechtlich und tatsächlich kein Eigentum an den zuvor gestohlenen Fahrzeugen erlangen. Der 32-Jährige hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert und befindet sich in Untersuchungshaft.

In Bezug auf die beschriebene Methode rund um gestohlene Fahrzeuge gibt die Polizei Düsseldorf folgende Tipps beim Kauf eines Gebrauchtwagens:

Seien Sie skeptisch bei Gebrauchtwagenangeboten, die zu gut sind, um wahr zu sein.

Seien Sie vorsichtig, wenn nur Barzahlung akzeptiert wird. Vermeiden Sie sogenannte Straßengeschäfte, also Treffen außerhalb der Wohnadresse des Verkäufers.

Bestehen Sie auf einem Ausweis des Verkäufers und dokumentieren Sie diesen.

Informieren Sie die Polizei bei geringstem Verdacht.

Bestehen Sie darauf, das Fahrzeug nur mit beiden Schlüsseln und allen Papieren zu übernehmen.

Seien Sie misstrauisch, wenn der Account des Verkäufers auf der Plattform erst kurz vor dem Verkauf erstellt wurde und keine Bewertungen aufweist.

Neu aussehende Dokumente bei älteren Fahrzeugen sowie Fehler in den Papieren können auf fragwürdige Geschäftspraktiken hinweisen.

(kbf)

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Autodiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Autodiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 5864 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 6674 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1617 auf 1731 an. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 1815 auf 1888, wobei der Großteil männliche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu wurden in Berlin im Jahr 2023 insgesamt 7781 Autodiebstähle gemeldet, was die höchste Anzahl in Deutschland darstellt.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 5.864 6.674
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.617 1.731
Anzahl der Verdächtigen 1.815 1.888
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.672 1.743
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 143 145
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 799 826

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24