Ein 38-jähriger Mann aus Aserbaidschan konnte eine 27-jährige bulgarische Frau nach einem Diebstahl in einem Discounter festhalten.
Haan: Aufmerksamer Zeuge stellt Taschendiebin

Haan (ost)
Ein mutiger Zeuge hat dazu beigetragen, dass am Freitagnachmittag, dem 20. März 2026, eine Taschendiebin in einem Discounter in Haan-Gruiten gefasst werden konnte. Die Polizei hat ein Verfahren gegen die 27-jährige Frau mit bulgarischer Staatsangehörigkeit eingeleitet.
So ereignete sich der Vorfall nach bisherigen Erkenntnissen:
Um 15:30 Uhr befand sich eine 68-jährige Frau in einem Discounter an der Thunbuschstraße, als sie plötzlich bemerkte, dass ihr Portemonnaie und ihr Autoschlüssel aus ihrer Handtasche, die sie am Einkaufswagen abgelegt hatte, gestohlen wurden. Eine Frau rannte davon und die 68-Jährige machte durch laute Rufe auf sich und die Diebin aufmerksam.
Ein Kunde reagierte sofort und versperrte der Diebin, die die gestohlenen Gegenstände bereits fallengelassen hatte, den Fluchtweg. Bis die alarmierte Polizei eintraf, hielt der mutige Kunde, ein 38-jähriger Mann aus Aserbaidschan, die Diebin fest.
Die Beamten leiteten ein Verfahren gegen die bereits bekannte 27-jährige Bulgarin ein und nahmen sie vorläufig fest.
Die Polizei warnt vor den Tricks der Taschendiebinnen und -diebe, die aktuell vermehrt auftreten.
Die Methoden sind vielfältig: Opfer werden angerempelt, abgelenkt, um Wechselgeld gebeten oder nach dem Weg gefragt. In Supermärkten nutzen die Diebe den Moment, wenn Kunden abgelenkt sind und ihre Handtaschen mit Wertgegenständen unbeaufsichtigt am Einkaufswagen oder im Rollator liegen. Taschendiebe agieren professionell und schnell. Oft sind sie bereits verschwunden, wenn die Opfer den Diebstahl bemerken, wodurch die Polizei Schwierigkeiten bei der Ermittlung der Täter hat.
Im Jahr 2025 stieg die Anzahl der gemeldeten Taschendiebstähle im Kreis Mettmann um etwa 46 Prozent an. Aus diesem Grund warnt die Polizei eindringlich und gibt unter dem Motto „Augen auf und Tasche zu“ nützliche Tipps, um sich zu schützen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Taschendiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Taschendiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 37.321 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 39.519 Fälle waren. Obwohl die Anzahl der gelösten Fälle von 1980 auf 2725 stieg, blieb die Anzahl der Verdächtigen mit 1897 relativ konstant. In Nordrhein-Westfalen gab es im Jahr 2023 die meisten registrierten Taschendiebstähle in Deutschland mit 39.519 Fällen. Im Vergleich dazu war die Anzahl der Verdächtigen in Nordrhein-Westfalen mit 1897 niedriger als in anderen Regionen mit höheren Fallzahlen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 37.321 | 39.519 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.980 | 2.725 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.633 | 1.897 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.175 | 1.442 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 458 | 455 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.284 | 1.520 |
Quelle: Bundeskriminalamt








