Jugendlicher entzieht sich Polizeikontrolle, verursacht Verkehrsunfälle, zwei Personen verletzt, Fahrzeug gestohlen
Haan: Flucht vor Polizei endet in Verkehrsunfällen

Düsseldorf (ost)
Samstag, 11. Juli 2026, 12:57 Uhr
Heute Nachmittag ereignete sich auf der A 46 im Bereich der Anschlussstelle Erkrath und später im Haaner Stadtgebiet eine Verfolgungsjagd. Ein Jugendlicher war mit zwei anderen Insassen in einem als gestohlen gemeldeten Auto unterwegs. Der Fahrer verursachte mehrere Verkehrsunfälle auf seiner Flucht. Schließlich kam das Fluchtfahrzeug aufgrund eines Zusammenstoßes im Haaner Stadtgebiet zum Stillstand. Nach einer kurzen Flucht zu Fuß konnten die Beamten die drei Jugendlichen festnehmen. Zwei von ihnen mussten verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Die Personen im Alter von 16, 17 und 17 Jahren sind bereits mehrfach polizeilich aufgefallen. Nach aktuellen Informationen war das Fluchtfahrzeug heute bereits zweimal in Unfälle und Verfolgungsjagden verwickelt, einmal im Bereich Leverkusen und einmal im Düsseldorfer Stadtgebiet. Die Ermittlungen dauern an.
Ein Streifenwagen der Düsseldorfer Polizei war auf der A 46 unterwegs, als den Beamten im Bereich der Anschlussstelle Erkrath ein Pkw (Seat) auffiel, dessen Fahrer offensichtlich dachte, dass er das Ziel polizeilicher Maßnahmen sei, und sofort eine flüchtige Fahrweise zeigte. Die Einsatzkräfte nahmen die Verfolgung des verdächtigen Fahrzeugs auf. Der Fahrer verließ die A 46 an der AS Haan-West und setzte seine Flucht im Haaner Stadtgebiet fort. Der Fahrer prallte kurz darauf gegen einen geparkten Pkw. Alle drei Insassen flüchteten, konnten aber im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen, an denen auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war, festgenommen werden. Zwei der drei Fahrzeuginsassen, ein 16-jähriger Syrer und ein 17-jähriger Marokkaner, wurden bei dem Unfall verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Der dritte Insasse, vermutlich der Fahrer, ein 17-jähriger Syrer, blieb unverletzt. Alle Insassen sind bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten. Das Auto wurde als gestohlen gemeldet.
Im Zuge der Untersuchung meldeten sich zwei Verkehrsteilnehmer bei der Leitstelle der Polizei Mettmann und gaben an, in Unfälle verwickelt worden zu sein, die durch das flüchtende Fahrzeug verursacht wurden. Dabei entstand jeweils leichter Sachschaden. Die Ermittlungen bezüglich weiterer Beteiligungen an Verfolgungsfahrten dauern an.
Kyn
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle entspricht. Von den Unfällen ereigneten sich 55.296 innerorts (8,68%), 17.437 außerorts (2,74%) und 6.889 auf Autobahnen (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








