Bundespolizei vollstreckt fast 9.500 Euro. Gleich mehrere Fahndungstreffer beschäftigten die Einsatzkräfte, die innerhalb von zwei Tagen sechs Haftbefehle vollstreckten.
Haftbefehle am Flughafen Köln/Bonn

Flughafen Köln/Bonn (ost)
Die Bundespolizei am Flughafen Köln/Bonn hatte zu Beginn der Woche mehrere Fahndungstreffer zu verzeichnen. Innerhalb von 48 Stunden wurden vier Reisende identifiziert, gegen die Haftbefehle vorlagen. Durch die Zahlung von insgesamt 9.456,50 Euro konnten alle Betroffenen eine drohende Ersatzfreiheitsstrafe abwenden.
Den Anfang machte am Montag, dem 15. September 2026, ein 34-jähriger Staatsbürger der Türkei, der nach Antalya fliegen wollte. Gegen ihn lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Bochum wegen falscher uneidlicher Aussage vor. Durch die Zahlung von 2.000 Euro konnte der Mann eine Ersatzfreiheitsstrafe von 50 Tagen vermeiden und seine Reise fortsetzen.
Kurz darauf identifizierten die Bundespolizisten eine 24-jährige Deutsche, die nach Palma de Mallorca reisen wollte. Die Staatsanwaltschaft Bonn suchte die Frau wegen Betrugs. Nach Zahlung von 900 Euro konnte auch sie ihre Reise fortsetzen.
Gegen eine 40-jährige Armenierin, die nach Jerewan reisen wollte, lagen gleich drei Haftbefehle vor. Die Staatsanwaltschaft Bonn suchte die Frau wegen Diebstahls. Insgesamt zahlte sie 2.970,50 Euro einschließlich der Kosten und konnte so die Vollstreckung der Ersatzfreiheitsstrafen verhindern.
Einen ungewöhnlichen Abschluss bildete am Dienstag eine 43-jährige Deutsche: Sie meldete sich freiwillig bei der Bundespolizei und gab an, dass gegen sie wahrscheinlich ein Haftbefehl vorliegt. Die Überprüfung bestätigte ihre Vermutung. Die Staatsanwaltschaft Landshut suchte die Frau wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Nach Zahlung der ausstehenden Geldstrafe und der Kosten in Höhe von insgesamt 3.586 Euro durfte sie die Dienststelle wieder verlassen.
Insgesamt nahm die Bundespolizei innerhalb von 48 Stunden 9.456,50 Euro ein und vollstreckte sechs bestehende Haftbefehle.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen von 2022 auf 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63.352 auf 65.532. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 56.367 auf 57.879, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 49.610 auf 51.099 anstieg. Die Anzahl der weiblichen Verdächtigen blieb mit 6.757 konstant. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16.655 auf 18.722. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Drogenfällen mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








