Ein 29-jähriger Hagener wehrte sich heftig gegen Polizisten, die ihn aufgrund eines unsicheren E-Scooter-Fahrverhaltens kontrollierten. Zwei Beamte wurden bei dem tätlichen Angriff verletzt, blieben aber im Dienst. Der Mann muss sich wegen mehrerer Delikte verantworten.
Hagen-Altenhagen: Zwei Polizisten verletzt bei Widerstand während Verkehrskontrolle
Hagen-Altenhagen (ost)
Ein Streifenwagen bemerkte am Montag (24.02.2025) gegen 14.30 Uhr auf der Boeler Straße einen 29-Jährigen, der auf dem Gehweg mit einem E-Scooter fuhr, Kopfhörer trug und an einigen Stellen unsicher wirkte. Als die Polizisten den Hagener stoppten, zeigte er sich unkooperativ und leistete Widerstand. Während der Kontrolle schien der Mann betäubt zu sein. Er blinzelte häufig, ballte seine Fäuste und machte nervöse Körperbewegungen. Ein Pupillentest bestätigte den Verdacht der Beamten. Sie boten dem 29-Jährigen einen freiwilligen Drogentest an, den er jedoch entschieden ablehnte.
Aufgrund der Feststellungen sagten die Einsatzkräfte ihm daraufhin, dass er sie zur Entnahme einer Blutprobe zur Wache begleiten müsse. Der Mann weigerte sich entschieden. Auch als er vor dem Transport zur Wache durchsucht werden musste, wehrte er sich und drohte, sich gegen die Polizisten zu wehren. Er nahm eine Abwehrhaltung ein, verschränkte die Arme vor der Brust und nahm eine feste Position ein. Sein Blick wich aufmerksam von den eingesetzten Beamten ab. Im weiteren Verlauf wehrte sich der Hagener heftig und schlug um sich. Immer wieder versuchte er, sich aus den Griffen der Polizisten zu befreien und schlug sie mehrmals ins Gesicht. Der Mann ließ sich trotz Kommunikationsversuchen nicht beruhigen. Auf dem Weg zum Streifenwagen versuchte er sich gewaltsam zu wehren. Erst im Polizeigewahrsam beruhigte sich der 29-Jährige.
Er musste eine Blutprobe zur Untersuchung auf Drogen- und Alkoholkonsum abgeben. Aufgrund der Umstände wurde der Mann in Gewahrsam genommen. Zwei Einsatzkräfte wurden bei dem Widerstand und den tätlichen Angriffen verletzt, blieben jedoch im Dienst. Der 29-jährige Hagener muss sich wegen tätlichen Angriffs, Widerstands und Körperverletzung verantworten. Zudem wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Verdachts des Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln erstattet. (arn)
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle erfasst, während im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle registriert wurden. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 63.352 im Jahr 2022 auf 65.532 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 56.367 auf 57.879. Davon waren 49.610 männliche Verdächtige und 6.757 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 51.099 männliche und 6.780 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16.655 im Jahr 2022 auf 18.722 im Jahr 2023. Im Jahr 2023 war Nordrhein-Westfalen die Region mit den meisten erfassten Drogenfällen in Deutschland, mit insgesamt 73.917 Fällen.
2022 | 2023 | |
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Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt