MagnetaTV zeigt zweiteilige Dokumentation zu Cold Case aus Altena-Bergfeld. Die Dokumentation „Namenlos“ ist ab sofort kostenlos abrufbar. Über den Fall wurde in den vergangenen Jahren immer wieder berichtet und er war im Sommer 2023 auch Teil der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… Ungelöst“.
Hagen: Dokumentation zu Cold Case aus Altena-Bergfeld

Hagen/Altena (ost)
In den vergangenen Jahren wurde der Fall wiederholt diskutiert und war im Sommer 2023 auch Thema der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… Ungelöst“. Es handelt sich um einen sogenannten Cold Case aus dem Jahr 1997. Am 2. Juni entdeckte ein Motorradfahrer in einem Waldstück in Altena-Bergfeld eine entkleidete Frauenleiche. Die Frau wurde vergewaltigt, erwürgt und dann vom Täter mit Benzin übergossen und angezündet. Nachfolgende Untersuchungen ergaben, dass das Opfer noch am Leben war, als es verbrannt wurde. Ein DNA-Abgleich der am Tatort gesicherten DNA mit der DNA der unbekannten Toten ergab, dass der Vater des Opfers als Täter oder zumindest als Tatbeteiligter in Frage kommt.
Bereits im Mai 2023 wurde der Fall aus Altena-Bergfeld vom Bundeskriminalamt in die internationale Kampagne „Identify Me“ aufgenommen. Ziel war es, unbekannten weiblichen Leichen ihre Identität zurückzugeben. Doch bis heute sind weder der Name der Leiche noch der des Täters bekannt.
Im Januar 2026 war die Polizei Hagen an der Produktion eines zweiteiligen Dokumentarfilms für den Streamingdienst MagentaTV der Deutschen Telekom beteiligt. Der Film rekonstruiert die letzten Stunden im Leben der jungen Frau, die bis heute nicht als vermisst gemeldet wurde. Neben dem ermittelnden Kriminalhauptkommissar Frank Haarmann kommen auch die zuständige Staatsanwältin Melanie Hantke der Hagener Staatsanwaltschaft, der Motorradfahrer und der Rechtsmediziner, der die Leiche 1997 obduziert hat, zu Wort.
Die beiden Teile des Films können unter folgendem Link kostenfrei angesehen werden:
https://www.magenta.tv/serie/namenlos/staffel-01/DMM_SEASON_48394
Die Kriminalpolizei Hagen sucht auch fast 30 Jahre nach der Tat immer noch Zeugen und nimmt Hinweise zur Identität der Frau oder zum Tathergang unter der Rufnummer 02331 986 2066 entgegen. (sen)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 im Jahr 2022 auf 671 im Jahr 2023. Unter den Verdächtigen waren 458 Männer und 60 Frauen im Jahr 2022, während es 596 Männer und 75 Frauen im Jahr 2023 waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 206 im Jahr 2022 auf 310 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Mordfälle in Deutschland mit insgesamt 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








