Ein 28-Jähriger wurde in Gewahrsam genommen, nachdem er einem Platzverweis nicht nachgekommen war. Die Polizei fand Betäubungsmittel bei einer Kontrolle in der Hagener Innenstadt.
Hagen: Drogen gefunden, Platzverweis ignoriert

Hagen (ost)
Am Samstagabend (12.09.2026) wurde ein 28-jähriger Hagener von der Polizei in Gewahrsam genommen, weil er sich einem Platzverweis widersetzte.
Um 22:15 Uhr überprüften Polizeibeamte den Mann in der Hohenzollernstraße in der Innenstadt von Hagen. Bei der Kontrolle wurden Drogen gefunden. Es bestand der Verdacht, dass der 28-Jährige mit dem Handel dieser Drogen in Verbindung stand. Die Beamten beschlagnahmten die Drogen und erstatteten Anzeige.
Der Hagener gab an, auf dem Weg zum Hauptbahnhof zu sein. Es gab bereits ein Betretungsverbot für den Bereich des Hauptbahnhofs und der umliegenden Straßen. Um mögliche weitere Drogenstraftaten zu verhindern, wurde ihm erneut das Betreten dieses Bereichs untersagt.
Daraufhin reagierte der 28-Jährige zunehmend aufgebracht. Die Polizeibeamten erteilten ihm einen Platzverweis. Trotz mehrfacher Aufforderung kam der Mann dem nicht nach. Selbst die Androhung einer Ingewahrsamnahme änderte sein Verhalten nicht.
Um den Platzverweis durchzusetzen, nahmen die Beamten den 28-Jährigen schließlich in Gewahrsam und brachten ihn zum Polizeipräsidium Hagen. Eine Polizeiärztin bestätigte, dass er gewahrsamsfähig war. Der Mann verbrachte die Nacht in Polizeigewahrsam.
Die Polizei betont, dass in angespannten Situationen ein ruhiges und angemessenes Verhalten dazu beitragen kann, weitere Eskalationen zu vermeiden. Aggressives oder bedrohliches Verhalten kann hingegen zu weiteren polizeilichen Maßnahmen und rechtlichen Konsequenzen führen. (rd)
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Obwohl die Anzahl der gelösten Fälle von 63.352 im Jahr 2022 auf 65.532 im Jahr 2023 stieg, verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen dennoch einen Anstieg der Verdächtigen von 56.367 im Jahr 2022 auf 57.879 im Jahr 2023. Im Vergleich zu der Region mit den meisten registrierten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023 – 73.917 – zeigt sich, dass Nordrhein-Westfalen trotz des Anstiegs immer noch unter dem Spitzenreiter liegt.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








