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Hagen: Feuerwehr entdeckt mögliche illegale Chemikalien in Halver

Die Feuerwehr entdeckte bei einem Brand in Halver zahlreiche Chemikalien, die möglicherweise zur Herstellung von Drogen genutzt wurden.

Foto: Depositphotos

Halver/Hagen (ost)

Am Freitagnachmittag (01.05.2026) wurde die Feuerwehr zu einem Einsatz aufgrund einer Rauchentwicklung in einem Firmengebäude in Halver (Straße „Vömmelbach“ in 58553 Halver) alarmiert. Bei der Ankunft vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass es in einer Zwischendecke brannte, was schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden konnte. Während der Löscharbeiten entdeckte die Feuerwehr in einem vermieteten Teil des Gebäudes zahlreiche Chemikalien. Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich dabei um teilweise stark ätzende Substanzen. Aufgrund der Art und Menge der gefundenen Stoffe besteht der Verdacht, dass sie möglicherweise zur Herstellung von synthetischen Drogen verwendet wurden. Es wird vermutet, dass es sich bei dem betroffenen Ort um ein Drogenlabor handeln könnte. Die weiteren Untersuchungen werden vom Kommissariat für organisierte Kriminalität des Polizeipräsidiums Hagen durchgeführt und sind noch im Gange. Gleichzeitig wird der Abtransport der sichergestellten Substanzen vorbereitet, was aufgrund ihrer Gefährlichkeit und Beschaffenheit aufwendig ist.

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Unterstützung: Wer hat in den letzten Wochen oder Monaten verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Gegend der Straße „Vömmelbach“ in Halver beobachtet? Besonders interessant sind Hinweise auf auswärtige oder möglicherweise ausländische Fahrzeuge, die sich regelmäßig oder auffällig in der Gegend bewegt haben. Fotos oder Videos sowie sonstige Beobachtungen können für die weiteren Ermittlungen von Nutzen sein. Hinweise nimmt die Polizei Hagen unter der Telefonnummer 02331 – 986 2066 entgegen. Zu diesem Zeitpunkt können keine weiteren Informationen bereitgestellt werden. (sch)

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Obwohl die Anzahl der gelösten Fälle ebenfalls zunahm, stieg die Anzahl der Verdächtigen von 56367 auf 57879 an. Im Jahr 2023 waren 51099 der Verdächtigen männlich, 6780 weiblich und 18722 nicht-deutsch. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von aufgezeichneten Drogenfällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

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